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22.04.1983

DBDCDD

In thematisch zusammenhängenden Beiträgen beschäftigt sich Michael Bauer mit Fragen des Ob und Wie einer Datenbank-Implementierung, der Auswahl eines geeigneten TP-Monitors und der Ausbildungserfordernisse je nach Benutzerebene. Außerdem stehen Themen wie Data Dictionary, Dritte Normalform, neue Hochsprachen und Datensicherheit im Mitelpunkt seiner Erörterungen.

* Michael Bauer, Leiter des Bereichs DV-Beratung bei der GES-Geselaschaft für elektronische Systemforschung mbH in Allensbach, ist seit vielen Jahren mit der Anwendungspraxis von Datenbank- und Online-Systemen vertraut. Er ist Autor zahlreicher Fachbeiträge zur DB/DC-Thematik.

Kapitel IX, Teil 2:

Rund ums Data-Dictionary

2. Generierung von Code

Einheitliche Datendefinitionen für Programme in den verschiedenen Programmiersprachen lassen sich aus den gespeicherten Beschreibungen generieren. Wenn Views (Subschema, PCB oder ähnliches) im Data-Dictionary festgehalten sind, kann sich die Generierung auf die tatsächlich benötigten Datenfelder beschränken.

Darüber hinaus wäre es möglich, auch automatisch Source-Code für die Formal- und Plausibilitätsprüfung und die Datenkonvertierung zu erzeugen.

3. Dokumentation und Auskunftsfunktion

Aus den gespeicherten Informationen lassen sich automatisch aktuelle Dokumentationsunterlagen erzeugen über:

- Datenfelder, Satzarten, Dateien und Programme

- die Datenverwendung (zum Beispiel in welchen Masken und Listen wird das Feld X verwendet? Welche Programme ändern welche Felder? In welchen Programmen wird ein bestimmtes Feld angesprochen?)

Die manuelle Erstellung und Aktualisierung dieser notwendigen Informationen aber wäre recht zeitaufwendig und teuer. Ist das Data-Dictionary interaktiv, so stellt es mit seinen Auskunftsmöglichkeiten eine wertvolle Arbeitserleichterung für Programmierer, Systemanalytiker und das Rechenzentrum dar.

Insbesondere, wenn Dokumentationselemente und verbale Beschreibungen gespeichert sind. Für Endbenutzer die mit interaktiven Datenbanksprachen arbeiten, kann es so die sonst erforderliche Auskunftsfunktion ersetzen.

4. Kontrolle während der Verarbeitung

Wenn ein Data-Dictionary auch während der Verarbeitungszeit aktiv ist, kann es viele nützliche Funktionen erfüllen. Es kann bei der Umwandlung eines Programmes dessen Berechtigung hinsichtlich der benutzten DB-Beschreibung (Subschema, PCB oder ähnliches) prüfen. Es kann während der Ausführung von Programmen die Plausibilitätsprüfung von Daten vornehmen die Konvertierung von Daten durchführen, das koordinierte Update von redundanten Daten (bei Distributed Processing) steuern, die Datenberechtigung von Benutzern prüfen u.a.

Allerdings setzt diese Funktion eine starke Integration mit dem DBMS und dem TP-Monitor voraus, was heute erst in wenigen Produkten ansatzweise verwirklicht ist.