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03.09.1982

DBDCDD

In thematisch zusammenhängenden Beiträgen beschäftigt sich Michael Bauer mit Fragen des Ob und Wie einer Datenbank-Implementierung, der Auswahl eines geeigneten TP-Monitors und der Ausbildungserfordernisse je nach Benutzerebene. Außerdem stehen Themen wie Data Dictionary, Dritte Normalform, neue Hochsprachen und Datensicherheit im Mittelpunkt seiner Erörterungen.

*Michael Bauer, Leiter des Bereichs DV-Beratung bei der GES-Gesellschaft für elektronische Systemforschung mbH in Allensbach, ist seit vielen Jahren mit der Anwendungspraxis von Datenbank- und Online-Systemen vertraut. Er ist Autor zahlreicher Fachbeiträge zur DB/DC-Thematik.

Kapitel II; Teil 2:

Muß man ein Datenbanksystem auswählten?

Aber ganz so einfach wird damit eine Auswahl doch nicht. Wenn es schon nicht das eine beste DBMS gibt, so haben doch alle Produkte ihre spezifischen Vorteile - aber auch Nachteile. Wir sollten also das Produkt auswählen, dessen Vorteile für uns von besonderer Wichtigkeit und dessen Nachteile weniger ins Gewicht fallen.

Dazu müssen wir aber erst einmal wissen, was für uns wichtige und was weniger wichtige Anforderungen sind.

Bedarfsgerechte Auswahl

Bei unseren DB-Voruntersuchungen, deren grundsätzliche Vorgehensweise in Abbildung 1 dargestellt ist, analysieren wir üblicherweise in zwei Richtungen:

1. Untersuchungen bestehender und geplanter Anwendungen hinsichtlich besonderer Anforderungen an die Datenhaltung.

2. Besondere Bedingungen der EDV beziehungsweise des Unternehmens, die Einfluß auf die DB-Entscheidung haben können.

Als besondere Anforderungen an die Datenhaltung gelten zum Beispiel:

- umfangreiche Datenbestände (über 1 Million Sätze),

- Daten mit hoher Umwälzhäufigkeit (mehr als einmal pro Monat),

- Daten mit hoher Update-Frequenz im Dialogbetrieb (mehr als 10000 Einfügungen/Änderungen/Löschungen pro Tag),

- Daten, für die vielfache Zugriffswege und/oder Boolesche Suchlogik, erforderlich sind.

Zu den besonderen Bedingungen der EDV beziehungsweise des Unternehmens gehören zum Beispiel:

- Einschränkung hinsichtlich der Hardwarekapazität,

- Zeitrahmen für zeitkritische Anwendungen (besonders: langlaufende Stapelprogramme),

-Verfügbarkeitsanforderungen/Zeitbedarf für Restart,

- Quantität des einsetzbaren Personals,

- Personalqualität,

- Planbarkeit der zukünftigen Entwicklung.

In jedem Unternehmen läßt sich die Liste der Randbedingungen noch individuell ergänzen.

Diese Anforderungen lassen sich dann in quantifizierbare Bewertungen eines Kriterienkataloges übersetzen. Wenn zum Beispiel eine besonders schnelle Verfügbarkeit gefordert wird, so muß sich das unter dem Punkt "Sicherheitsfunktionen" niederschlagen. Oder wenn die zukünftige Entwicklung schlecht vorhersehbar ist, so müssen Flexibilität und Dynamisierung der Datenbank entsprechend höher bewertet werden.

Auf diese Weise entsteht dann ein individuelles Anforderungsprofil eines Anwenders. Ein Beispiel dafür zeigt Abbildung 2. Hieran können die Leistungsangebote der verschiedenen DBMS gemessen und das günstigste ermittelt werden. Im folgenden sind jedoch noch weitere Aspekte der DB-Auswahl zu behandeln.

wird fortgesetzt