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01.10.1982

DBDCDD

In thematisch zusammenhängenden Beiträge beschäftigt sich Michael Bauer mit Fragen des Ob und Wie einer Datenbank-Implementierung, der Auswahl eines geeigneten TP-Monitors und der Ausbildungerfordernisse je nach Benutzerebene. Außerdem stehen Themen wie Data Dictionary, Dritte Normalform, neue Hochsprachen und Datensicherheit im Mittelpunkt seiner Erörterungen.

* Michael Bauer, Leiter des Bereichs DV-Beratung bei der GES-Gesellschaft für elektronische Systemforschung mbH in Allensbach, ist seit vielen Jahren mit der Anwendungspraxis von Datenbank- und Online-Systemen vertraut. Er ist Autor zahlreicher Fachbeiträge zur DB/DC-Thematik.

Kapitel III, Teil 1

Die Auswahl eines TP-Monitors

Ein TP-Monitor ist von größerer Wichtigkeit als ein DBMS. Denn man kann - wie bereits im ersten Kapitel dieser Serie erläutert - statt in Datenbanken seine Daten auch recht gut in konventionellen Dateien speichern, aber auf die Möglichkeiten und Vorteile der Dialogverarbeitung wird man kaum verzichten können. Und dafür wird eben ein TP-Monitor gebraucht.

Zwar gibt es Betriebssysteme, die den interaktiven Betrieb im Timesharing-Modus beinhalten (wie zum Beispiel das BS2000 von Siemens), aber spätestens in einer Wiederanlauf-Situation erkennt man, daß dies nicht gleichzusetzen ist mit dem Teilbetrieb unter einem vernünftigen TP-Monitor. Deswegen hatte sich dann auch Siemens beeilt, um für das BS2000 einen TP-Monitor zu entwickeln.

Zumindest für die Benutzer von IBM- und Siemens-Anlagen gibt es nicht nur einen, sondern mehrere TP-Monitore, die zur Auswahl stehen. Zu CICS, aber auch zu UTM gibt es einige marktgängige Produkte als Alternative.

Gibt es Unterschiede zwischen den TP-Monitoren?

Im Gegensatz zu Datenbanken, wo die drei verschiedenen Datenmodelle (hierarchisches, netzwerkorientiertes und relationales) fast zu weltanschaulichen Gegensätzen hochstilisiert werden, gibt es für die Dialogverarbeitung keine so grundlegend verschiedenen Konzepte. Dafür bieten unterschiedliche Produkte den Benutzern Vorteile in besonderen Aspekten wie zum Beispiel leichtere Handhabung, bessere Performance, umfassenderes Funktionsangebot.

Dies kann man beispielsweise von den Benutzerbewertungen ablesen, die das amerikanische Unternehmen Datapro Research jährlich durch Umfragen zusammenstellt. So haben amerikanische Benutzer im letzten Jahr auf der vierteiligen Bewertungsskala ( 1 = schwach bis 4 = ausgezeichnet) unter dem Aspekt "Leichtigkeit zu installieren" CICS mit 2,5, Shadow II aber mit 3,0 bewertet. Oder bei "Leichtigkeit zu handhaben" erhielt CICS 2,8, Complete aber 3,4 als Durchschnittsnote.

Auch wenn es sich hierbei nicht um Vergleiche, sondern nur um subjektive Eindrücke handelt, zeigen solche Aussagen doch Tendenzen auf. Ein TP-Monitor von einem unabhängigen Lieferanten muß prägnante Vorteile aufweisen, um sich auf dem Markt als Alternative durchzusetzen.