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22.10.1982

DBDCDD

In thematisch zusammenhängenden Beiträgen beschäftigt sich Michael Bauer mit Fragen des Ob und Wie einer Datenbank-Impflementierung, der Auswahl eines geeigneten TP-Monitors und der Ausbildungserfordernisse je nach Benutzerebene. Außerdem stehen Themen wie Data Dictionary, Dritte Normalform, neue Hochsprachen und Datensicherheit im Mittelpunkt seiner Erörterungen.

* Michael Bauer, Leiter des Bereichs DV-Beratung bei der GES-Gesellschaft elektronische Systemforschung mbH in Allensbach, ist seit vielen Jahren mit der Anwendungspraxis von Datenbank- und Online-Systemen vertraut. Er ist Autor zahlreicher Fachbeiträge zur DB/DC-Thematik.

Kapitel III, Teil 4:

Die Auswahl eines TP-Monitors

5. Komplett-Angebot berücksichtigen!

Die Aufgabe eines TP-Monitors besteht primär darin, Dialoganwendungen abzuwickeln. Dazu gehören aber nicht nur die Verarbeitung mit selbstentwickelten Programmen, sondern alle online-fähigen Funktionen wie zum Beispiel: Textverarbeitung, Personal-Computing, Editieren von Programmen, Job-Submitting, Anzeige von Ergebnissen von Batch-Programmen (zum Beispiel Umwandlung, Testergebnisse), Systemüberwachung und -steuerung und andere.

Natürlich kann man für jede Funktion ein getrenntes Online-System erhalten. Nur das bedeutet, daß man meist auch für jedes System ein eigenes Terminal braucht, zum Beispiel eins für CICS, eins für interaktive Systemfunktionen etc. Oder man muß sich laufend von einem Prozeß zu einem anderen ummelden. Dieser Aspekt ist unter dem Gesichtspunkt einer zunehmenden "Terminalisierung" des Computereinsatzes von Wichtigkeit.

Günstig ist es, wenn sich alle online-fähigen Funktionen unter einer gemeinsamen Steuerung befinden. Das Angebot, welche interaktiven Funktionen unter der Steuerung eines TP-Monitors ablaufen können, ist recht unterschiedlich. Bei einigen Produkten sind solche Funktionen integriert (zum Beispiel Complete), bei anderen kann man Zusatzprograme erhalten (zum Beispiel für CICS/VS), bei anderen gibt es in dieser Hinsicht gar nichts.

6. Das Angebot an Anwendungssoftware berücksichtigen!

Es ist an der Zeit, die zunehmenden Anforderungen an die DV nicht nur mit Maßnahmen der Produktivitätssteigerung, sondern auch durch Kauf fertiger Anwendungspakete zu begegnen. Hier stellt sich die nächste Frage: "Verschließe oder öffne ich mir den Markt der Anwendungssoftware durch die Entscheidung für einen bestimmten TP-Monitor?"

Die Antwort darauf ist einfacher als bei Datenbanksystemen. Moderne Anwendungssoftware wird nicht mehr ausschließlich für den Batch-Betrieb konzipiert sein, sondern wird immer einen interaktiven Teil besitzen. Und dieser muß mit einem TP-Monitor zusammenarbeiten.

Die Hardware-Hersteller werden ihr Angebot an Anwendungssoftware nur gezielt für den eigenen TP-Monitor entwickeln. Die unabhängigen Lieferanten werden sich um ein Konzept bemühen, das den Anschluß an mehrere TP-Monitore ermöglicht. Trotzdem werden dabei nur marktrelevante Produkte, nicht aber Außenseiter unterstützt.

Interessant ist unter diesem Aspekt die UCF-Funktion des IDMS-DC. Sie erlaubt, daß IDMS-DC unter der Steuerung eines anderen TP-Monitors (zum Beispiel CICS/VS, Shadow II) laufen kann. Dadurch können Dialogprogramme nach IDMS-Konvention, aber auch nach den Konventionen des anderen TP-Monitors parallel ablaufen.

7. "Main-Line"-Produkte auswählen!

Der einmal gewählte TP-Monitor stellt die Basis für eine umfangreiche Investition in Anwendungsprogrammen dar, die ohne ihn meist wertlos werden. Deshalb muß er über lange Zeit verfügbar sein und weiterentwickelt werden.

Viele Anwender haben bereits erfahren, wie es sich auswirkt, wenn man anfangs aus Kosten- und sonstigen Gründen einen hübschen kleinen TP-Monitor ausgewählt hat und dann dieses Produkt eines Tages sang- und klanglos vom Markt verschwand.

So gaben beispielsweise bei der letztjährigen Anwenderbefragung von Data Decision von 34 US-Anwendern des TP-Monitors Task/Master 28 an, daß sie aktiv nach einem Ersatz für dieses Produkt suchen.

Dies gilt nicht nur für Produkte unabhängiger Lieferanten (wie zum Beispiel das TICS von GTE), sondern auch für Produkte von Herstellern. Beispiel hierfür ist das MTCS von IBM oder diverse "Geschäftsstellenentwicklungen" von Siemens.

Oberflächlich gesehen bedeutet dies, daß man sich heute nur noch für CICS, IMS oder UTM entscheiden könnte und damit alle Vor- und Nachteile dieser Produkte klaglos schlucken müßte.

Doch man kann sich auch durch ein geschicktes Konzept seiner DC-Anwendungen eine Portabilität schaffen, die das Risiko mit einem alternativen TP-Monitor ausschaltet, Mehr zu diesem Thema in einem späteren Kapitel. wird fortgesetzt