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15.07.1988 - 

Trotz umstrittener Ergebnisse:

DBMS-Anbieter bleiben auf Benchmark-Trip

LOS ANGELES (IDG) - Die vielumstrittenen DBMS-Benchmark-Tests liefern weiterhin Stoff für Rekord-Vergleiche: Die Teradata Corp. wartete dieser Tage mit der Ankündigung auf, daß ihr relationales Datenbank-System DBC/1012 Transaktionen zweieinhalbmal schneller verarbeite als Big Blues neueste DB2-Version.

Bei diesen Benchmarks wurden allerdings weder die Teradata- noch die IBM-Ergebnisse von unabhängigen Beobachtern bestätigt. Laut Hersteller arbeitet DBC/1012 bei Transaktionen zur Kreditbewilligung im Vergleich zu DB2 mit der zweieinhalbfachen Verarbeitungsgeschwindigkeit. Während das Teradata-Produkt mit 191 parallel arbeitenden Prozessoren 1 176 Transaktionen pro Sekunde (TPS) schaffte, kam die DB2-Version 2 laut IBM auf nur 438 TPS Der Vergleich dieser beiden Ergebnisse hat jedoch einen Haken: Big Blue hat seine Benchnark-Kriterien bislang nicht veröffentlicht; folglich kann der Konkurrent Teradata nicht sicher sein, das hauseigene System tatsächlich unter den gleichen Bedingungen getestet zu haben.

Andere Anbieter wie die Sybase Inc., Relational Technology Inc. oder die Cullinet Software Inc. versuchten ihre eigenen Versionen des sogenannten Debit-Credit-Benchmarks durchzuführen. Dieser Test ist komplexer als die IBM- und Teradata-Benchmarks, erbrachte jedoch aufgrund der verschiedenen Testumgebungen die unterschiedlichsten Ergebnisse. ( siehe auch: "DBMS-Anbieter schwindeln bei Tests" in der Computerwoche Nr; 25 vom 17. Juni 1988, Seite 10 und Leserbrief in der Computerwoche Nr. 27 vom 1. Juli 1988, Seite 8).

Branchen-Insider beurteilen deshalb auch die jüngsten Ergebnisse mit Skepsis: Die Benchmarks seien unter derart unterschiedlichen Bedingungen durchgeführt worden, daß ein Vergleich der Testwerte nicht zulässig sei.