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25.07.1975 - 

Erstes Datei-Auskunftssystem auf Kleinstrechnerbasis

DBMS für Micros

MÜNCHEN - Als "weltweit erstes Dateiverwaltungssystem auf Microcomputerbasis" - so der Hersteller, das Münchner Systemhaus Rexroth + Szekessy - soll Midis (Micral-Dialog-System) auch kleinen Anwendern den Komfort von Datenbanksoftware bieten, der bisher nur den Benutzern mittlerer und größerer EDV-Anlagen vorbehalten blieb.

Das Hardware-/Softwarepaket aus einem Micral S-Microcomputer mit 16 K-Bytes-Prozessor, zwei Magnetplatteneinheiten (je 2.5 Millionen Bytes auf einer Fest- und Wechselplatte). Bildschirrn mit Tastatur, Drucker (140 Zeichen/Sekunde) sowie Midis kostet rund 80 000 Mark. Eine Midis-Minimalkonfiguration mit zwei Floppy Disks (je 256 000 Bytes) und einer Kombination aus Eingabetastatur und einem Drucker mit einer Leistung von 30 Zeichen/Sekunde kostet gar nur etwa 50 000 Mark, - sie ist immerhin ausreichend für die Dateiversvaltung von 2000 Sätzen Ó 256 Bytes.

Mit Midis kann der Benutzer integrierte Datenbestände aufbauen: Die Dialog-Software wird unabhängig von Anwendungsprogrammen ähnlich einem Betriebssystem im Rechner resident gehalten und ermöglicht, Dateien nach den unterschiedlichsten Ordnungskriterien sowohl indexiert als auch sequentiell abzuarbeiten. Über den als Schlüssel definierten Index, der eine Länge von zehn Bytes haben kann, werden alle gespeicherten Datensätze mit maximal zwei Zugriffen gefunden. "Egal ob eine Datei aus 200 oder 2000 Sätzen besteht", erläutert Rudolf Strauch, Systemprogrammierer bei Rexroth + Szekessy, "die Zugriffszeit ist immer gleich". Herzstück des Systems ist ein bis 64 K (8 Bit-Worte) ausbaufähiger Micral-Prozessor aus RAM's (Random Acces Memory) sowie PROM's (Programmable Read Only Memory), in die Midis schlüsselfertig eingegeben wird. Die Peripherie kommt von Hewlett Packard (Bildschirmterminal HP 2640 A), Memorex (Floppy Disks und Plattenstationen) und Rhena (Drucker).

Das Dateiverwaltungssystem hat einen Speicherbedarf von 6 K-Festwertspeicher (PROM) und 2 K-Arbeitsspeicher (RAM).

Mit Midis will R + S eine neue Zielgruppe ansprechen: Informations- und Dokumentationsstellen wie Bibliotheken und Leihbüchereien, aber auch kleine und mittlere Unternehmen aus Handel und Industrie.

"Wir machen hier geradezu Mittelstandspolitik, denn das schlüsselfertige Midis-System, das sich auch kleinere Unternehmen ohne Angst vor der Groß-EDV leisten können, leicht den Wettbewerbsvorteil aus, den bisher nur Anwender mit großen Datenbanken hatten", erklärte Istvan Szekessy, Mitinhaber des Systemhauses, bei der Münchner "Weltpremiere"