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23.09.1988 - 

Studie der Case Research Corp. bringt es an den Tag:

DBMS und Case werden wenig genutzt

FRAMINGHAM (IDG) - Wenn es nach den Statistiken geht, sind alle potentiellen DBMS-Anwender in den USA mit entsprechenden Systemen versorgt. Doch nicht jeder, der die Software im Hause hat, nutzt sie auch, ermittelte die Case Research Group. Auch mit dem Case-Einsatz hapert es.

Beim Einsatz eines Datenbank-Management-Systems (DBMS) lasten ganze 25 Prozent der befragten Anwender das System zu höchstens 75 Prozent aus. Weniger als fünfzig Prozent der User setzen das DBMS nur für rund die Hälfte ihrer Anwendungen ein. Doch nicht nur die DBMS setzen demnach in einigen Unternehmen Staub an, auch das Computer-Aided-Software-Engineering (Case) steckt noch in den Kinderschuhen.

Obwohl der Markt mit Produkten überflutet wird und Case in aller Munde ist, zeigen die Anwender in diesem Punkt bislang äußerste Zurückhaltung, so das Ergebnis einer Untersuchung der Case Research Corp., Bellevue/Washington. Dazu befragte das Marktforschungsunternehmen im Mainframe-Bereich arbeitende EDV-Abteilungen großer Unternehmen nach ihrer Bereitschaft zum Case-Einsatz und ihren Zukunftsplänen auf diesem Gebiet.

Nach Aussage der Studie sind die Zeiten noch nicht reif für die computergestützte Software-Entwicklung. Die Anwender scheuen zum einen das Neue, Unbekannte am Einsatz von Case. Zum anderen mangelt es ihnen an Geld für Investitionen in diesen Bereich. Lediglich dreizehn Prozent der Befragten gaben an, ein Programm für Produktivitätsmessungen im Einsatz zu haben.

Davon wiederum arbeiten nur 39 Prozent mit der Function-Point-Analyse, die auf diesem Gebiet gemeinhin als State-of-the-Art gilt. Über die Hälfte der EDV-Abteilungen in der kommerziellen Datenverarbeitung verfügen über ein Data Dictionary; aber nur wenige der angelegten Dictionaries spiegeln den aktuellen Stand der Programmierung wider und werden laufend angepaßt.

Auch bei der Hardware liegt noch vieles im Argen: In über vierzig Prozent der befragten Unternehmen müssen sich mehr als zwölf Programmierer einen PC als Arbeitsplatz teilen. Nur fünfzehn Prozent der Firmen stellen jedem Entwickler einen eigenen Rechner zur Verfügung. Zu den Stiefkindern beim Case-Einsatz gehört neben der Planung und Analyse auch das Mitarbeiter-Training.