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06.04.1979 - 

Hauptgeschäft liegt im OEM-Markt:

DCP geht einen eigenen peripheren Weg

FRANKFURT - Ende 1978 fiel die 1975 von fünf Gesellschaftern gegründete Digital Computer Peripherie GmbH (DCP) in Frankfurt auseinander: Ein Teil der Gesellschafter und mit ihnen fast alle Mitglieder schieden aus, um eine eigene Vertriebsfirma für die Hochleistungsdrucker von Documation in Deutschland zu gründen. Die neue Firma Documation GmbH übernahm praktisch 80 Prozent des Geschäfts, und der DCP-Alleininhaber und Geschäftsführer Harald Geier mußte sich nach einer neuen tragfähigen Unternehmensgrundlage umsehen.

Zwar vertriebt DCP weiterhin bescheidenem Umfang Documation-Produkte wie den 3000-Zeilen-Superdrucker, aber das neue Schwergewicht sind die Geräte der US-Firma Data Printer: Zeilendrucker mit einer Leistung von 600 bis 1200 Zeilen pro Minute und ab Herbst dieses Jahres neue Banddrucker mit 75 bis 600 Zeilen pro Minute.

Diese Geräte werden zu 60 Prozent im OEM-Markt verkauft, in dem nach Ansicht in Harald Geier auch das Hauptgeschäft der Zukunft liegen wird. Aber da "Mixen" bei deutschen Anwendern sogar im Bereich der mittleren Bürocomputersysteme immer populärer wird, soll auch das Endbenutzergeschäft bei DCP weiter ausgebaut werden.

Dazu bedarf es allerdings einer leistungsfähigen Organisation, die nach der Abwanderung fast alle Mitarbeiter vor wenigen Monaten neu aufgebaut werden muß. Das gilt insbesondere für das Kundendienstnetz das bei 30 Wartungsverträgen zur Zeit nur aus einem Techniker besteht. Auch die übrige Mannschaft gibt sich bescheiden (sechs Vewaltungsmitarbeiter einschließlich Management und fünf Vertriebsbeauftragte). In spätestens 9 bis 12 Monaten soll jedoch eine leistungsfähige Mannschaft mit umfassendem Kundendienst wie ehedem wieder stehen, so daß einer Ausweitung des Kundenkreises (derzeit nach Aussage von Geier rund 100) nichts mehr im Wege steht.

Mit viel Energie sieht sich die DCP nicht nur nach neuen Mitarbeitern, sondern auch nach neuen Vertriebspartnern um - Herstellern von interessanten neuen Peripheriegeräten in den USA und Japan. Erstes Ergebnis der Umschau ist ein mobiles Terminal in handlichem Format (wie ein großer Taschenrechner), das online beziehungsweise über Funk mit EDV-Systemen kommunizieren kann und für die Datenerfassung und Abfragung vor Ort genutzt werden soll. Zehn Modelle mit individuellen Eigenschaften und Schnittstellen zum Preis zwischen 3000 und 8000 Mark sollen allen Kundenansprüchen genügen. DCP bemüht sich zur Zeit, die konkreten Märkte und Anforderungen für dieses Terminflex-Gerät in der Bundesrepublik herauszufinden.

In jedem Fall soll ein weit größeres Peripherieangebot als in der Vergangenheit die zuletzt erzielten Umsätze sichern und weiter ausbauen. l978 wurden in der Bundesrepublik mit dem Documation-Druckern rund 10 Millionen Mark erzielt (gegenüber 3,6 Millionen Mark im Vorjahr).

*Angelika G. Loewenheim ist freie EDV-Fachjournalistin