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US-Handelsministerium untersucht ausländische Kommunikations-Märkte:


16.11.1979 - 

DDP in der Bundesrepublik: Schwierigkeiten mit der Software

MÜNCHEN (pi) - Schwierigkeiten bei der Einführung von Distributed Processing in der Bundesrepublik Deutschland werden vor allem im Software- und Kostenbereich für Übertragungen von Daten über größere Entfernungen auftreten. Zu diesem Ergebnis kommt die IDC Deutschland GmbH, München, nach Auswertung einer Studie des US-Handelsministeriums. Für den britischen Markt wird bis 1982 ein durchschnittliches jährliches Wachstum von acht Prozent vorausgesagt; der Markt in Japan werde sich bis dahin verdoppeln, wobei allerdings durch die Bevorzugung einheimischer Produkte den Importen Grenzen gesetzt seien.

Bis 1982 soll der Markt für Datacomm-Zubehör - nach der Definition des Ministeriums Kommunikations-Prozessoren, Modems, Akustik-Zubehör, Multiplexer sowie Konzentratoren - in der Bundesrepublik auf 320 Millionen Dollar wachsen. 1977 wurden nach Schätzungen des Ministeriums dagegen Geräte getrennt von integrierten Computersystemen im Wert von 128,4 Millionen Dollar vermerktet.

Rund 20 Prozent mehr werden die Endverbraucher jährlich in Minicomputer, Zusatzperipherie und Datenfernverarbeitung investieren.

Bei einem Gesamtmarkt von 4,280 Milliarden Dollar in 1982 (1977: 1,855 Milliarden Dollar) sollen die US-Importe auf 625 (287) Millionen Dollar steigen. Bei Datacomm-Zubehör sagt das Ministerium eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate der US-Importe von 24 Prozent auf 35 Millionen Dollar voraus. Dabei seien vor allem Hochgeschwindigkeits-Modems, Mikroprozessoren und Zeitmultiplexer gefragt.

Ein rapides Anwachsen des Marktes für Teleprocessing verhinderten nach Angaben des Ministeriums in der Bundesrepublik die Übertragungskosten, die etwa das Fünffache der in den USA anfallenden betragen. Bis zum Schätzhorizont sollen rund 100 000 Datenstations-Anschlüsse am öffentlichen Netz beteiligt sein, was gegenüber 1977 eine Steigerung von fast 100 Prozent bedeuten würde.

Großbritannien zeichnet sich nach Ansicht des US-Handelsministeriums dadurch aus, daß nur der Zubehörmarkt für die Datacomm aus lokalen Quellen gespeist wird. Sein Volumen soll 1982 rund 208 (1977: 142) Millionen Dollar betragen. Bei einem Importvolumen von 30 (20,6) Millionen Dollar werden 1982, der Schätzung des Ministeriums zufolge, die Hälfte aus den USA stammen, wobei die Hersteller Burroughs, Honeywell, IBM, Muirhead und Westinghouse den größten Teil stellen. Bis 1982 sollen etwa 114 000 Datacomm-Terminals installiert sein, wobei mehr als die Hälfte auf Banken, EDV-Servicebüros und Fluggesellschaften entfällt.

Als ausgesprochen unattraktiv für Exporteure stellt das Ministeriums den japanischen Markt für Datacomm-Zubehör dar. Weil die japanische Post grundsätzlich einheimische Hersteller bevorzugt, wird der Markt mit einer voraussichtlichen Größe von 149 (76,9) Millionen Dollar bei einer Eigenproduktion im Werte von 133 (68,3) Millionen Dollar fast nur aus dem Inland gespeist. Von den prognostizierten Importen über 18 (9,2) Millionen Mark entfallen auf die Einfuhr von Hochgeschwindigkeitsmodems aus den USA 13 Millionen Dollar oder 80 Prozent dieses Marktes. Wie die IDC hervorhebt, bevorzugen die japanischen EDV-Anwender eindeutig das IBMsche SNA-Konzept. Bei dem wachsenden Interesse an Distributed Data

Processing-Netzwerken, die sich neben der Großindustrie auch im Groß- und Einzelhandel durchzusetzen beginnen, verschärfe sich der Wettbewerb jedoch durch die Beteiligung von Univac und einheimischen Herstellern.