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31.08.1990 - 

Nach Pilotphase Einrichtung von Einwählpunkten

DDR: Erster Btx-Anschluß bei Ostberliner Reisebüro

OSTBERLIN (CW) - Bildschirmtext hält mittlerweile auch in der DDR Einzug: Neben der Freischaltung des ersten Anschlusses hat die Deutsche Post Telekom den Startschuß für Btx-Feldversuche gegeben.

Der Leiter des Referats Vorbereitung und Einführung neuer Dienste bei der Generaldirektion der Deutschen Post in Ost- Berlin, Dieter Petruschka, hieß am vergangenen Mittwoch die Inhaberin des Ostberliner Reisebüros "Astoria-Reisen", Swetlana Wehnert, als ersten Teilnehmer eines Pilotprojektes zur Einführung des Bildschirmtextsystems in der DDR willkommen. Nach Angaben des Informations-Blattes "btx-aktuell" konnte sich die Touristik-Managerin ihr Bildschirmtext-Know-how bereits in einem Westberliner Reisebüro aneignen, wobei sie insbesondere von der Möglichkeit der Direktbuchung über Btx angetan gewesen sei.

Ziel des neuen Pilotprojektes ist es, eine statistisch gesicherte Aussage über die Einhaltung einer, wie es in einem Informationsblatt der Deutschen Post heißt, "Mindestgüte" bezogen auf die Übermittlungsqualität und die Erreichbarkeit von Btx zu erhalten sowie Aufschluß über die Nachfrage und die prognostizierte Teilnehmerverteilung zu bekommen.

Auf diese Weise sollen die Vorausetzungen für die Aufnahme eines Regeldienstes geschaffen werden. Erkenntnisse möchte man vor allem auch aus vorgefertigten Protokollen ziehen, in denen die Teilnehmer einzelne Btx-Sitzungen bewerten können.

Die Deutsche Post stellt dafür die Endgerätetechnik leihweise sowie kostenlos zur Verfügung und verzichtet außerdem während der Pilotphase auf die Einrichtungsgebühr und die monatliche Festgebühr. Die Teilnehmer zahlen lediglich die durch sie anfallenden Gebühren und Anbietervergütungen.

Nach einem erfolgreichen Abschluß des Projekts wird beabsichtigt, entsprechend den technischen Möglichkeiten auf dem gesamten Gebiet der DDR schrittweise Einwählpunkte zu installieren, die Verkehrsbeziehungen bedarfsgerecht auszubauen sowie die für den Regeldienst notwendigen Strukturen wie beispielsweise Anmeldedienst, Störungsdienst und Vertrieb zu schaffen. Dieser Ausbau geht dann auf der Basis des bestehenden Btx-Systems der Deutschen Bundespost Telekom ohne eigene Zentralen in der DDR vonstatten. Innerhalb des neuen gesamtdeutschen Netzkonzeptes 1992 ist es dann geplant, rund zehn Zentralen auf dem heutigen Gebiet der DDR zu installieren.