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19.06.1987 - 

Chancen der europäischen DV-Industrie unter der Lupe

De Benedetti: Marshallplan für Osteuropa

WIEN (CWÖ) - Auf einem Wienbesuch nützte Olivetti-Chef Carlo de Benedetti die Gelegenheit, zu Problemen der europäischen Computerindustrie Stellung zu nehmen. Die zum Teil provozierenden Thesen des italienischen Industriellen über wichtige Themen der Branche sind im folgenden zusammengefaßt.

Führerschaft der USA:

"Die Führerschaft der USA wird nachlassen. Der amerikanische Markt ist geschwächt, weil kein Geld vorhanden ist. Die USA sind Schuldner geworden. Zudem wird sich beim Dollarkurs bis zu den Wahlen 1988 nichts verändern. Erst danach ist mit einer Stabilisierung zu rechnen."

Europäischer Markt:

"Die Schwäche Europas ist eine Gefahr, aber kein Schicksal. Die Zeiten der Verstaatlichung sind vorbei. Die alte Welt wäre als einheitlicher Markt dreimal so groß wie Japan. Das ist unsere Chance."

Globale Unternehmen:

"Der Erfolg im Computer Business liegt bei den weltumspannenden Unternehmen ("global companies"). Dazu sind Zusammenschlüsse notwendig, um mit größeren Stückzahlen die ganze Welt kostengünstig beliefern zu können. Das bedeutet auch weit verteilte Produktionsstätten, nicht zuletzt um gegen Schwankungen einzelner Währungen gewappnet zu sein."

Osthandel:

"Wir waren immer sehr für den Handel mit den RGW-Ländern. Natürlich haben wir einige Probleme mit den Exportbeschränkungen (Cocom), aber ich glaube, wir sollten offener sein. Wir sollten versuchen, den Ländern des Ostblocks zu helfen, statt sie ins Eck zu stellen. Auch das ist Europas große Chance. Nicht nur für Osteuropa, sondern auch für die Entwicklungsländer, insbesondere Afrika sollten wir einen "Marshallplan" anwenden."

Personal System/2:

"Ende Juni wird Olivetti eine neue Linie vorstellen und im Herbst wird es bereits eine PS/2-Produktpalette geben. Die Entscheidung, kompatible Produkte zu erzeugen, basiert auf unserem Vertrauen in Standards."