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20.04.2010

DE/Konzerne treten russischer Anti-Korruptions-Initiative bei

MOSKAU (Dow Jones)--Mehrere deutsche Unternehmen wollen in Russland einer Initiative gegen Korruption beitreten. Am Mittwoch werden sie sich im Beisein eines hochrangigen Kreml-Offiziellen verpflichten, auf die Zahlung von Schmiergeldern beim Abschluss von Geschäften zu verzichten. Zu den Unternehmen aus Deutschland zählen neben Siemens und der Daimler-Tochter Mercedes-Benz auch die Deutsche Bank und die Axel Springer AG sowie über ein Dutzend weiterer Unternehmen.

MOSKAU (Dow Jones)--Mehrere deutsche Unternehmen wollen in Russland einer Initiative gegen Korruption beitreten. Am Mittwoch werden sie sich im Beisein eines hochrangigen Kreml-Offiziellen verpflichten, auf die Zahlung von Schmiergeldern beim Abschluss von Geschäften zu verzichten. Zu den Unternehmen aus Deutschland zählen neben Siemens und der Daimler-Tochter Mercedes-Benz auch die Deutsche Bank und die Axel Springer AG sowie über ein Dutzend weiterer Unternehmen.

Insgesamt werden 52 Unternehmen sowohl dem Abkommen des Weltwirtschaftsforum namens "Business Principles for Countering Bribery" als auch einer auf Russland fokussierten Initiative gegen Korruption beitreten. Das geht aus Dokumenten hervor, die Dow Jones Newswires am Dienstag eingesehen hat. Arkady Dworkowich, der Top-Wirtschaftsberater von Russlands Präsident Dimitri Medwedew, werde der Unterzeichnung beiwohnen, teilte der Pressedienst des Kreml mit.

"Wenn Unternehmen offen sagen, auf Schmiergelder zu verzichten, dann werden Leute vielleicht nicht mehr danach fragen", sagte Michael Harms, der Chef der russisch-deutschen Handelskammer, der die Initiative anführt.

In Russland ist Korruption vorherrschend. Das Land schneidet in Umfragen der weltweiten Anti-Korruptions-Hüter meist mit am schlechtesten ab. Im 2009 erschienenen "Corruption Perceptions Index" der nichtstaatlichen Organisation Transparency International lag Russland zwischen Kenia und Sierra Leone auf Platz 146 von 180 Ländern.

Die Abkommen verpflichten Unternehmen unter anderem eine Reihe von internen Kontrollen zu unterstützen. Auf diese Weise soll Korruption entgegengewirkt und der Handel mit Vertragspartnern oder Zulieferern vermieden werden, die bekannt dafür sind, Schmiergelder zu verlangen oder zumindest im Verdacht stehen, dies zu tun. Die Unternehmen werden außerdem dazu verpflichtet, auf verdeckte Formen von Korruption wie politische Spenden zu verzichten.

Die Deutsche Bank AG, Daimler AG und die Axel Springer AG haben ihre Teilnahme an den Abkommen auf Anfrage von Dow Jones Newswires bestätigt. Auch Siemens nimmt daran teil. "Wir können bestätigen, dass Siemens dieser ersten Collective Action (gemeinsamen Initiative) für saubere Geschäfte in Russland morgen beitreten wird und das gemeinsame Vorgehen von Industrie und Institutionen sehr unterstützt. Das ist als Durchbruch zu werten für diese Art von Integritätspakt", sagte ein Sprecher.

Webseite: www.siemens.com www.daimler.com www.db.com www.axelspringer.de -Von Ira Iosebashvili, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 29725 111, unternehmen.de@dowjones.com DJG/DJN/ebb/cbr Besuchen Sie auch unsere Webseite http://www.dowjones.de

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