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09.06.1995

Deal soll bis Juli abgeschlossen sein Legent-Kunden warten auf klare Aussagen zu CAs Produktpolitik

NEW YORK (IDG) - Die Computer Associates International Inc. (CA) hat sich nach der Ankuendigung des Legent-Kaufs mit Details ueber die kuenftige Produktstrategie zurueckgehalten. Offizielle CA- Vertreter versuchten nun die Sorgen der Anwender mit dem Hinweis zu zerstreuen, man werde die Legent-Technologie integrieren.

Ein Legent-Kunde zumindest hofft, dass der Deal entweder von den Aktionaeren oder der amerikanischen Antitrust-Behoerde abgeblasen wird. "Bei frueheren CA-Akquisitionen hat man gesehen, dass sie die Produkte der uebernommenen Unternehmen nicht so unterstuetzen, wie diese es vorher getan haben", sagte James Borders, MIS-Officer von der Amsouth Bank in Birmingham, Alabama. "Es kommt mir so vor, als wenn sie sich jedesmal reindraengen, das Vermoegen der Firma einstecken und die Produkte nicht mehr pflegen oder nicht mehr den technischen Support geben, den die fruehere Firma gewaehrte." Als Beispiele fuehrte Borders die Uebernahmen von Advanced Data Research und Panvalet an.

XPE wird weiterhin unabhaengig vertrieben

Bei seinem letzten Coup, dem Aufkauf der ASK Group im vergangenen Jahr, verhielt sich der Softwareriese allerdings anders. Obwohl sich auch Ingres-Anwender um die Zukunft der Datenbank sorgten, integrierte CA die Technologie wie versprochen in ihr System- Management-Paket "Unicenter" und brachte das relationale Datenbank-Management-System "Open Ingres" technisch auf den neuesten Stand.

Wahrscheinlich hofft IS-Manager Borders vergeblich auf die Absage der Akquisition. CA-Boss Charles Wang rechnet jedenfalls nicht mit Schwierigkeiten mit den amerikanischen Monopolwaechtern. Seine Manager erwarten, den Deal bis zum Juli dieses Jahres ueber die Buehne bringen zu koennen.

Zuversichtlicher als Borders gibt sich Dean Leal, Senior-Analyst bei der IT-Tochter des Luftfahrtunternehmens TRW: "Wir werden mehr wissen, wenn der Merger stattgefunden hat. Legent unterstuetzt seine Kunden vorbildlich. Vielleicht lernt CA daraus." Wang und andere Manager beider Unternehmen deuteten an, dass der Kundenservice von Legent aufrechterhalten bleibe und die dort beschaeftigten 300 Mitarbeiter ihren Job behielten. "Wir verstehen uns nicht als Professional-Service-Company und wollen auch keine werden, aber wir muessen solche Dienstleistungen anbieten", sagte Wang gegenueber Journalisten in New York.

Die Produktlinien beider Unternehmen wuerden sich nur zu zehn Prozent ueberschneiden, betonte Wang unter Berufung auf eine Studie der Meta-Group. Produktueberschneidungen machte CA-President und Chief Operating Officer Sanjay Kumar lediglich bei Storage- Management- und Tape-Backup-Produkten aus. Aber auch das bedeute keine Konkurrenzsituation, weil unterschiedliche Maerkte bedient wuerden.

Die Legent-Produkte, in deren Mittelpunkt die System-Management- Middleware "XPE" stehe, ergaenzten CAs Produktpalette und erleichterten den Weg des Softwarehauses in die Client-Server- Welt. Kumar bestaetigte, dass den Mainframe-Kunden des uebernommenen Unternehmens die eigenen Unix-basierten Systeme schmackhaft gemacht werden sollen. Die XPE-Produkte duerften weiterhin unabhaengig vertrieben werden, Legents Anwendungssoftware soll dagegen in CAs Unicenter abgebildet werden. Legents Helpdesk-, Datenuebertragungs- und Daten-Management-Technologie wuerden gut mit Unicenter zusammenarbeiten, erklaerte Kumar weiter.

Die Akquisition "beschleunigt unsere Schritte in den Client- Server-Markt" sagte auch Wang. Ausserdem vergroessere Legents starke Position im Mainframe-Sektor CAs Kundenbasis.