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14.06.1996 - 

Big Blue übernimmt ab Juli Vertrieb für alle Plattenspeicher

Deal zwischen Storagetek und IBM schürt Übernahmegerücht

Gegenüber der COMPUTERWOCHE wollte Lee Rosen, verantwortlicher Europa-Manager für IBMs Speicherprodukte, nicht bestätigen, daß mit dieser Vereinbarung ein erster Schritt zur Übernahme des Speicherspezialisten durch Big Blue vollzogen wurde. Rosen meinte lediglich, für STK sei das jetzt getroffene Abkommen wichtig, weil so sichergestellt sei, daß STK seine Produkte weiterentwickeln könne. Die Zusammenarbeit sieht vor, daß die IBM bei der Entwicklung zukünftiger DASD-Produkte ein gewichtiges Mitspracherecht besitzt und die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten von STK finanziell subventioniert.

Storagetek-Speicher ergänzen Ramac-Linie

Das jetzt geschlossene Abkommen berührt nicht die Bandspeicherprodukte von STK, also die Helical-Scan-"Redwood"- und 0,5-Zoll-Magnetband-"Timber"-Systeme sowie die "Powderhorn"- Robotersysteme. Auch die Raid-5-Speicher "9131" auf Basis von Data Generals "Clariion"-Raidspeichern fallen nicht unter die IBM-STK- Vereinbarung.

Ab dem 1. Juli 1996 werden die STK-Plattenspeicher als IBM- Produkte verkauft und auch gewartet. Für Maschinen, die vor diesem Vertrag installiert wurden, übernimmt weiterhin STK den Wartungsservice.

IBM wird die Produktnamen der drei STK-Systeme verändern: "Iceberg" wird in Zukunft "Ramac Virtuelles Speicherarray" heißen. Das "Kodiak"-System nennt Big Blue "Ramac Skalierbares Speicherarray", "Arctic Fox" heißt "Ramac Elektronisches Speicherarray".

Rosen erklärte, die STK-Produkte ergänzten Big Blues "Ramac"- Speicher, die hohe Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit bieten würden. Iceberg andererseits sei bezüglich der laufenden Kosten sehr günstig, Kodiak-Speicher böten eine sehr gutes Leistung.

In der Tat können die in den Ramac-Systemen benutzten Controller aber nur Datenmengen bis zu 180 GB verwalten. Im Vergleich hierzu sind die STK-Plattenspeicher bekannt für ihr hohes Fassungsvermögen: Kodiak, das in der zweiten Jahreshälfte verfügbar sein soll, ist als 1,4-TB-Speichersystem ausgelegt. Iceberg kann momentan bis zu 750 GB an Daten speichern.

Der IBM-Mann bestätigte, daß in zukünftigen STK-Produkten nicht mehr Plattenlaufwerke von Seagate verwendet werden, sondern die "Ultrastar"-Systeme, die die IBM auch in ihren neuen Ramac-Arrays nutzen will. Ferner werden in den zukünftigen STK-IBM- Plattenarrays unter anderem auch Escon-Adapter integriert.

Seit Ende Mai hat bei STK Dave Weiss die Aufgaben des Chairman, President und CEO von Ryal Poppa übernommen. Poppa wollte im Alter von 65 Jahren - das er im Januar 1997 erreicht - in den Ruhestand treten. Nicht klar ist, ob er wegen der hohen Verluste von STK im Geschäftsjahr 1995 (Ende: 31. Dezember) von rund 150 Millionen Dollar bei einem operativen Gewinn von 35 Millionen Dollar von den Aktionären zum Rücktritt gezwungen wurde. In diesem Verlust sind allerdings Kosten für Restrukturierungs- und Rückstellungsmaßnahmen von 187 Millionen Dollar enthalten, die allein im letzten Geschäftsquartal 1995 anfielen.