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30.04.1993 - 

Schwierigkeiten bei Cap Debis Software und Systeme

Debis AG erreicht ihre Ziele trotz Schwaechen der Systemhaus-Tochter

Mit einem Anteil von rund 72 Prozent am Gesamtgeschaeft der AG ist der Bereich Finanzdienstleistungen im Debis-Verbund mit Abstand am erfolgreichsten. Der weitaus groesste Teil des Gesamtergebnisses wird hier laengst mit Kunden erzielt, die nicht zum Daimler-Konzern gehoeren. Zwar konnte auch das Systemhaus sein Geschaeft mit Drittkunden von 27 auf 41 Prozent steigern, doch dieser Unternehmenszweig schreibt weiterhin rote Zahlen - und das, obwohl der Umsatz um rund 30 Prozent auf nunmehr 1,5 Milliarden Mark anwuchs. Bei der Debis AG lag dagegen das Ergebnis nach Steuern mit 122 Millionen Mark in etwa auf dem Vorjahresniveau.

Ursaechlich fuer die Krise des Systemhauses ist nach Einschaetzung von Gentz ein Konjunktureinbruch in den Bereichen Industrie und Standardsoftware. Ausserdem arbeite der DV-Dienstleister mit einem ausserordentlich hohen Personalaufwand: Pro Kopf wurden rund 250 000 Mark umgesetzt - dagegen bringen es die Mitarbeiter im Bereich Finanzdienstleistungen auf rund vier Millionen Mark (siehe auch CW Nr. 5 vom 29. Januar 1993, Seite 2: "Das Systemhaus-Ergebnis...").

Innerhalb des Systemhauses verlaeuft die Entwicklung des Geschaeftsfeldes Computer-Communication-Services (CCS) positiv. Das Unternehmen hatte erfolgreich zwei Gemeinschaftsfirmen gegruendet, die den Betrieb der Rechenzentren des Axel Springer Verlags in Hamburg und der Gesellschaft fuer Konsumforschung (GfK) in Nuernberg zur Aufgabe haben.

"Noch nicht zufrieden", so Gentz, ist die Debis AG mit dem zweiten Standbein des Systemhauses, der Cap Debis Software und Systeme. Innerhalb des Softwarehauses haetten sich zwar die Sparten Dienstleistungen sowie Behoerden und Telekommunikation gut entwickelt, doch die Software-Aktivitaeten waren kosten- und zeitintensiv und entsprachen bisher nicht den Erwartungen.

Auch der dritte Pfeiler des Systemhauses, die Unternehmensberatung Diebold, scheint zur Zeit nicht zu halten, was man sich bei der Uebernahme versprochen hatte.

Im abgelaufenen Geschaeftsjahr konnten zwar ein Umsatz von 26 Millionen Mark und ein positives Ergebnis erwirtschaftet werden, doch die gesteckten Ziele fuer 1992 wurden nicht erreicht.