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04.07.1986 - 

Roll-out des VAX-Mate verzögert sich weiter:

DEC hat Probleme mit Netzwerksoftware

FRAMINGHAM (CWN) - Der AT-kompatible Rechner VAX-Mate von DEC läßt weiter auf sich warten. Verantwortlich für die Verzögerung soll die Software sein.

Die Hardware des Rechners hingegen ist komplett. Ein Testanwender führte eines der ersten, offiziell noch nicht angekündigten Geräte der CW-Schwesterpublikation Computerworld vor. Das Gerät ist rein äußerlich kein AT-Klon. Das Design ist eleganter ausgefallen als bei seinem Vorbild. Monitor und Rechnereinheit lassen sich getrennt aufstellen, das Diskettenlaufwerk ist im Monitorgehäuse untergebracht.

Für die Datenkommunikation verfügt der VAX-Mate über einen Telefonanschluß (über ein einzubauendes Modern) an der Rückseite, ebenso wie einen Ethernet-Anschluß.

Die Maschine basiert auf Intels 80286-Mikroprozessor und läuft unter einer modifizierten Version des MS-Window-Betriebssystems. Die Kommunikation mit größeren Systemen erfolgt über Emulation eines DEC-Terminals der Reihe VT220. Neben einer Maus ist der VAX-Mate mit einem Standard-VT220-Keyboard ausgestattet. Aus diesem Grund berichtete der Tester von Kompatibilitätsproblemen bei Verwendung von AT-Software.

Der Anwender kann gleichzeitig Window- und VT220-Anwendungen betreiben. Andere Anwendungsprogramme erfordern jedoch den ganzen Schirm für sich.

Hinsichtlich der Farbdarstellung gibt es ebenfalls noch Probleme. Zwar arbeitet die Farbgrafikkarte im gegenwärtigen Zustand ordnungsgemäß, es mangelt jedoch noch an Kompatibilität zur IBM-Welt.

Auch die Vernetzung mit DECs eigenen Rechnern der Familien VAX und Microvax läuft noch nicht wie geplant. Alle diese Probleme werden Quellen aus der DEC-Umgebung zufolge den Roll-out der Maschine, der für den Frühling dieses Jahres geplant war, bis zum Spätherbst verzögern.

Die Schwierigkeiten liegen den Quellen zufolge in der Entwicklung von Kommunikationssoftware, die auf den Mainframes residieren und diese befähigen soll, als File-Server für den VAX-Mate zu arbeiten. Netzabstürze haben den Berichten zufolge die Verantwortlichen dazu veranlaßt, einen großen Teil der Netzwerksoftware neu zu schreiben. Gelöst wurde mittlerweile hingegen ein weiteres Problem, das in einer übermäßigen Erwärmung der CPU-Einheit bestand.

Geplant ist, verschiedene Konfigurationen der Maschine auf den Markt zu bringen. Dazu zählen Speicherkapazitäten von ein oder zwei Megabyte, Versionen mit 1,2-Megabyte-Diskette, Festplatte oder als plattenlose Workstation. In letzterem Fall müßten alle Daten und Programme auf einem Hostrechner abgespeichert werden.