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26.10.1990 - 

US-Analysten hatten erneut Verlust erwartet

DEC macht Quartalsgewinn - aber die Probleme bleiben

MAYNARD (CW) - Allen Unkenrufen zum Trotz konnte die Digital Equipment Corp. (DEC) das erste Quartal 1990/91 mit schwarzen Zahlen abschließen. Gegenüber dem vergleichbaren Vorjahresabschnitt mußte der Computerriese indes einen Ertragsrückgang von 81 Prozent hinnehmen.

Für den ersten Abschnitt des laufenden Geschäftsjahres (30. September) fuhr DEC einen Profit von 26,2 Millionen Dollar ein. Dies ist, verglichen mit den 150,8 Millionen Dollar vom Vorjahresquartal, zwar ein karges Ergebnis, doch immer noch besser als die Prognose zahlreicher US-Analysten, die dem IBM-Rivalen einen neuerlichen Quartalsverlust prophezeit hatten. Auch der Umsatz geriet leicht ins Rutschen. Nach 3,13 Milliarden Dollar im ersten Quartal 1989/90 kam DEC jetzt auf 3,09 Milliarden Dollar.

John F. Smith, DECs Senior Vice-President of Operations, erklärte, das Ergebnis sei zwar nicht zufriedenstellend, doch mache man Fortschritte bei der Kostenreduzierung. Auch habe das US-Geschäft eine leichte Verbesserung gezeigt. Für das zweite Quartal rechnen DEC-Insider mit einem moderaten Ertragsanstieg.

US-Analysten indes warnen DEC vor allzu großem Optimismus. Noch immer, so der Tenor, seien die Ausgaben zu hoch, die Maßnahmen zur Kostendämpfung reichten nicht aus und würden zudem nicht schnell genug in die Tat umgesetzt. Beispielsweise hätten die allgemeinen und Verwaltungskosten im ersten Quartal um neun Prozent auf 1,02 Milliarden Dollar zugelegt.

Darüber hinaus herrscht in amerikanischen Analystenkreisen weiterhin die Meinung vor, daß der Computerriese aus Maynard mehr Personal abbauen muß, als bislang im Unternehmen angedacht. Während DEC gerade ein Freistellungsprogramm für rund 5000 Mitarbeiter in die Wege geleitet hat, ist Marc Schulmann, Analyst bei UBS Securities, nach wie vor davon überzeugt, daß sich der Computerriese von mindestens 20 Prozent seiner Belegschaft (derzeit 123 500 Beschäftigte) trennen müßte, um finanziell wieder besser dazustehen. Dies wären mehr als 25 000 Mitarbeiter.