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28.03.1986 - 

Kommunikation sowohl inhouse als auch nach Übersee: \

DEC-Messenetz bringt SNA und OSI unter einen Hut

_TX:HANNOVER (CW) - Mehrere Fliegen mit einer Klappe schlug die Digital Equipment mit ihrem DEC-Messenetz auf der diesjährigen CeBIT: In den Hallen 1 bis 4 (einschließlich der Trelemente) demonstrierten die Münchner mittels Ethernet, Datex-P und dem SNA-Gateway unter Verwendung der ersten vier Schichten der OSI-Protokolle die integrierten Anwendungen aus dem Büro-, Banken- und Fertigungsbereich.

Das DEC-Messenetz setzt sich, so die Pressesprecherin, über kleine und große Entfernungen hinweg, da es lokale Verbindungen innerhalb von Gebäuden (mit Ethernet) ebenso abdeckt wie solche, die über nationale Netze (Datex-P) und Satellitenstrecken nach Übersee eingerichtet werden. Es ignoriert darüber hinaus Herstellergrenzen, indem es auf einem DEC-Rechner erstellte Dokumente mittels der Bürosoftware Allin-1 und dem SNA-Gateway mit Dokumenten austauscht, die unter EDE/Dissos von IBM angefertigt wurden. Auch läßt es eine VAX über DECnet/DOS mit einem IBM PC kommunizieren.

Unter Verwendung der OSI-Protokolle eins bis vier wurde eine Verbindung zwischen einem DEC-Rechner auf dem Messegelände (unter dem Betriebssystem VMS) und einem Siemens-Computer (Bebtriebssystem BS2000) in der Universität Kiel über das Deutsche Forschungsnetz hergestellt und über RJE (Remote Job Entry) bedient.

Das Netz arbeitet mit herkömmlichen Kabelverbindungen und einem ein Kilometer langen Glasfaserkabel, das die DEC-Stände in den Hallen 1 und 3 mit einer Übertragungsgeschwindigkeit von 10 Megabit pro Sekunde verbindet. Die lokalen Ethernet-Netze auf der CeBIT und in der Hauptverwaltung in München wurden über die europäischen Fernmeldesatelliten Telecom und Telsat angekoppelt. Über entsprechende DECnet-Router und Datex-P können weitere DEC-Computer erreicht werden.

Rund 30 DEC-Rechner aller Klassen mit einer Gesamtleistung von 30 Mips hat der Hersteller im Messenetz zusammengeschlossen. Den Kern bildet ein VAX-Cluster bestehend aus drei VAX-8600-Systemen. Die übrige Leistung verteilt sich auf eine Vielzahl von Micro-VAX-II, VAX-Stations (darunter die jüngst angekündigte Farbgrafikstation II/GPX), eine KI-VAX-Station für Anwendungen der Künstlichen Intelligenz, verschiedene VAX- 11 /785-Computer sowie eine Reihe von PDP- 11-Minis.

Für die Kommunikation mit der IBM-Welt stehen ein IBM PC mit DECnet/DOS, ein 3278-Terminal und ein SNA-Gateway zur Verfügung. Der IBM AT ist als DECnet-Knoten an eines der Micro-VAX-II-Systeme angeschlossen. Das gesamte Messenetz ist über ein SNA-Gateway und eine Standleitung an eine IBM 4300 unter MVS angeknüpft. Außerdem wurde ein 3278-Terminal von IBM über eine weitere Leitung direkt mit derselben IBM-Maschine verbunden. Mit dieser Konfiguration läßt sich laut DEC folgendes machen:

- Von einem der 40 Terminals aus kann sich der Messebesucher in das IBM-System in England einwählen und quasi als 3278-Terminal entsprechende Funktionen aufrufen (beispielsweise Dokumentenerstellung unter Dissos, Dokumentenaustausch mit VAX-Systemen oder Advanced-Programm-zu-Programm-Kommunikation (APPC) nach Logical Unit 6.2). - Vom 3278-Terminal kann man sich über die IBM-Anlage in England in die DEC-Welt einwählen und vergleichbare Funktionen ausführen .

- Der DECnet-Anschluß des IBM ATs erlaubt dem IBM PC die direkte Kommunikation mit SNA.

Interessierten Messebesuchern stehen drei DEC-Mitarbeiter zur Verfügung, die für die Betreuung dieser Einrichtung verantwortlich sind.