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04.11.1988 - 

Einbindung von X.400 und verbesserter Textverarbeitung in All-in-one:

DEC möbelt seine Bürokommunikation auf

MÜNCHEN (CW) - "Schönheitskur" für All-in-one: Die Digital Equipment Corporation aus Maynard/Massachusetts versieht ihr Bürokommunikationssystem mit neuen Features und verbessert vorhandene Funktionalitäten. Die Neuerungen werden als Version 2.3 angeboten. Mehr Raum in der DEC-Produktpalette nimmt künftig auch der Bereich Sprachverarbeitung ein.

Mit der Neuauflage von All-in-One verfolgt DEC vor allen Dingen das Ziel, dem Anwender ein vereinfachtes System-Management zu ermöglichen und damit die Kosten für routinemäßige Verwaltungsarbeiten zu senken. Folgende Veränderungen beziehungsweise Verbesserungen ergeben sich im Rahmen einer Nutzung der Version 2.3:

- Support des auf dem X.400-Standard basierenden E-Mail-Systems "Mailbus".

- vereinfachte Adressierung, die sich an den Grundsätzen verteilter Datenbanken (DDS: Distributed Directory Service) ausrichtet. Mit DDS kann ein Office-Automation-Benutzer Nachrichten an Mitarbeiter verschicken, ohne deren Netzwerkadresse zu kennen. Er gibt beispielsweise den Namen des Empfängers ein; woraufhin DDS diesen als Teilnehmer entweder von All-in-one, eines anderen X.400-Systems oder den IBM-Bürosystemen Profs und Snads sowie von Telex oder Teletex in dem jeweiligen Netz findet.

- Integration des Updates von MPS-Plus, dem Textverarbeitungssystem von Digital. Die neue Version berücksichtigt insbesondere die Bedürfnisse der Benutzer von VT-Bildschirmen und erlaubt den Zugriff auf Decpage, Pagemaker, Interleaf und Datalogics. Weitere Merkmale und Module: verbesserte Fußnotenverwaltung, VAX-Grammatiksoftware mit Künstlicher Intelligenz zur Analyse von Satzstrukturen und zur Identifizierung grammatikalischer Funktionen, deutsche Rechtschreibprüfung, französische und englische Wörterbücher.

Als Einstiegsmodell in die Bürokommunikation gibt es den Starter All-in-one, ein System, dessen Funktionsumfang eine Untermenge der neuen Version abgibt. Darin enthalten sind die Funktionen Elektronische Post und Ablage, Archivierung, WPS-Plus sowie die Unterstützung von Mailbus. Den Starter kann man - wie alle vorher genannten Produkte - weltweit beziehen. In Deutschland löst es das bisher hierzulande angebotene Produkt Postbis ab. Die Komponenten kommen im Dezember und Januar auf den hiesigen Markt. Für den amerikanischen Markt gelten folgende Preise: 7088 Dollar für eine Microvax 2000 und bis zu

112219 Dollar für ein Vaxcluster 8978.

Mit dem Decvoice Response System macht Digital einen neuen Vorstoß auf dem Gebiet der Sprachverarbeitung. Realisiert wurde ein dreistufiges Konzept, daß digitale Sprache, eine Text- und Sprachsynthese und Spracherkennung beinhaltet. Für das in den USA und Kanada sofort erhältliche Decvoice, inklusive einer Microvax II mit acht MB, einer RD54-Diskette, einem TK50-Kontroller und vier Decvoice-Linien muß der Kunde in den Staaten ab 54 000 Dollar berappen.

Über die Spracherkennung unterstützt DEC die Eingabe der sonst per Wählmodus eingegebenen Zahlen und kann auch die Worte "yes" und "no" sowie "oh" unterscheiden. Eine mögliche Anwendung: Ein Telefonbenutzer loggt sich unter Benutzung der Spracherkennungsfunktion in ein DEC-Voice-System ein und fragt durch die Angabe einer Produktnummer Informationen über ein bestimmtes Produkt ab. Das Sprachsynthese-Feature konzertiert Produktinformationen aus ASCII-Texten in gesprochene Wörter. Die Basiskonfiguration kostet 54 000 US-Dollar,

Im Zuge der angekündigten Produkte ging DEC ferner auch auf seine, als Gegenstück zu IBMs DCA/DIA aufgefaßte Compound Document Architecture (CDA) ein. Wie es hieß, wollen mehrere Hersteller wie die Aldus Corporation, Apple Computer, Datalogics, Interleaf, Information Dimensions, Keyword, Eastman Kodak Co. und Odesta dieses Architekturmodell unterstützen.