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NAS 250 läuft auch ohne Digital-Hardware

DEC öffnet NAS-Netzarchitektur für die Rechner der Konkurrenz

20.11.1992

MÜNCHEN (CW) - Digital Equipment scheint das Ende der proprietären Ära im Netzwerkbereich eingeläutet zu haben. Das Unternehmen stellte mit "NAS 250" eine Netzarchitektur vor, bei der die Anwender auf DEC-Hardware verzichten können. Vermarktet wird die Software für Sun-Workstations, weitere Plattformen sollen folgen.

"Mit der Trennung von DFC-Hardware und NAS wirft das Unternehmen Ballast ab urteilt Rikki Kirzner, Chefanalyst von Dataquest, über das jetzt präsentierte "NAS 250 for Sun-OS-Sparcstations". Digital selbst dagegen spielte die Bedeutung der Software eher herunter. Sie helfe den Sun-Usern, so die Pressemitteilung, ihre Anwendungen leichter über verschiedene Hardwareplattformen hinweg zu integrieren. Die Sparc-Rechner von Sun sollen nicht die einzigen Server-Systeme für

NAS bleiben. Vorgesehen ist, die Netzwerkarchitektur bis 1994 auch für andere Unix-Plattformen anzubieten.

Konkret nennt das Unternehmen SCO-Unix und Windows NT für Intel-Rechner, HP-UX von Hewlett-Packard und IBMs AIX auf der RS/6000. Auf dem hauseigenen Alpha-System sollen neben Unix V.4 und OSF/1 auch Open VMS und Windows NT als NAS-Server-Betriebssysteme laufen können.

Zum Lieferumfang von NAS 250 gehören die OSF-Benutzeroberfläche Motif, Digitals Application Control Architecture Services (ACA) und die Compound Document Architecture (CDA). Bei ACA handelt es sich um eine Implementation des von der Object Management Group (OMG) standardisierten Object Request Brokers (ORB), an dessen Entwicklung auch DEC beteiligt war. Das Produkt besteht aus einem Satz objektorientierter Tools für das netzweite Aufrufen verteilter Anwendungen.

Unter der Bezeichnung CDA stellt DEC ein Bündel an Laufzeit-Diensten für das Erstellen, Speichern und Übertragen von Dokumenten in heterogenen Umgebungen zur Verfügung.