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10.07.1987 - 

"Anwendungszentren" sollen im Business-Markt die Wende bringen:

DEC sucht via SNA Kontakt zur Bankenwelt

NEW YORK (CWN) - Mit einem neuen Instrument versucht Digital Equipment, beginnend bei den Schaltzentralen der Großkonzerne in Manhattan, in den Markt der kaufmännischen Anwendungen vorzustoßen. Was jahrelang nicht gelang, soll mit den "Application Centers for Technology" endlich glücken: sich in der Welt des Geldes einen Namen zu machen - auch wenn das Koexistenz mit IBM im Rechenzentrum bedeutet.

An der Wall Street hat der Name Digital Equipment keinen schlechten Klang - als Anlagetitel. Als Lieferant für Systeme, mit denen die Broker und Investmentbanker ihre Finanztransaktionen abwickeln, ist DEC hingegen noch ein Exote. Da verlassen sich die Anwender nach wie vor lieber auf Systeme von Big Blue oder - wenn's denn sein soll - Unisys. Rechtzeitig zur Triple Witching Hour, der hektischen, magischen Stunde der Börse am Quartalsende, präsentierte DEC jetzt mitten in Manhattan seine neue Marketing-Wunderwaffe.

Praktisch vor IBMs Haustür steht nun in New York eines der "Anwendungszentren für Technologie", amerikanisch abgekürzt "Act", mit, denen DEC bald in 17 Städten rund um den Globus vertreten sein will.

Zu sehen gibt es Filialsysteme für Banken, Workstations für Börsenhändler, LANs auf Ethernet-Basis und Produkte aus dem weiten Feld der "Artificial Intelligence" - eingebettet in die Simulation des Informationssystems eines durchschnittlichen Großunternehmens. Acht Mitarbeiter mit Know-how in speziellen kommerziellen Anwendungen stehen bereit, die Interessenten zu beraten. Besonderes Augenmerk, so der New Yorker Act-Manager Manny Barreto, gilt dabei der Verbindung mit IBM-Systemen.

Wie um zu beweisen, daß die Präsenz von DEC im Finanzgeschäft zumindest in den USA wächst, brüstete sich bei der Einweihung des New Yorker Act der zuständige Marketingdirektor Claude Thomas mit einem der IBM abgejagten 30-Millionen-Dollar-Auftrag: Das Brokerhaus Edward D. Jones & Co. in St. Louis ersetze seine alten Burroughs-Terminals durch DEC-Workstations, die mit Microvax-2000-Systemen in den Filialen und einem Vaxcluster im Rechenzentrum verbunden seien. Und der wiederum, ergänzte Jones' DV-Chef Richard Malone, könne über ein SNA-Gateway mit dem dort installierten 3090-Mainframe kommunizieren. Auf einen Ersatz seines lauen Jumbo durch DECs Top-end-Produkt Vax-8974 freilich hatte er sich nicht eingelassen.