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04.02.1983 - 

Die Programme laufen der Hardware hinterher

DEC: Verzögerung bei Profesional-Software

04.02.1983

MAYNARD (rs) - Die Markteinführung der Professional-Serie von Digital Equipment scheint von Verzögerungen bei der Softwareproduktion überschattet. Einem Bericht der COMPUTERWORLD zufolge kommt DEC mit einem Finanzplanungs- sowie einem Textverarbeitungspaket nicht zu Rande.

Zwar soll das Finanz- und Planungsprogramm Visicalc ab März für die neuen DEC-Professionals bereitstehen und auch ein Textverarbeitungspaket bereits verfügbar sein, doch wer alle Möglichkeiten der Pakete ausschöpfen will, muß das System aufrüsten, so COMPUTERWORLD. Das Textpaket "Prose", bemängelt Jason O'Neil von The Boston Globe, sei in einigen Fällen zu langsam. Für die TV-Software Selecta, die alle Anforderungen erfüllen soll, muß der Anwender laut COMPUTERWORLD eine 8-Bit-Prozessorkarte zusätzlich kaufen.

Wegen dieser Softwaremängel haben sich bereits einige Professional-Besteller wieder zurückgezogen. O'Neil, der bei der DEC-User-Group den Personal Computer ausprobieren konnte und mit der Hardware durchaus zufrieden wäre, vermißt eine Softwarebibliothek, und obendrein mache sich nun auch IBM auf dem PC-Markt breit. O'Neil kaufte drei IBM Personal Computer.

Die Visicalc-Verzögerung begründet ein DEC-Sprecher mit internen Tests. Das Produkt solle nicht eher für die Professionals freigegeben werden, bis die Ablauffähigkeit auch wirklich sicher sei. Ein Sprecher von Visicorp, dem Visicalc-Entwickler nannte einen Verfügbarkeitstermin "im Frühling", ohne sich genauer festzulegen.

Barry Passen, Händler und Präsident der Microcon Software Center Inc. in Watertown, beklagt ebenfalls die ausbleibende Software: Die Hauptsoftwareprodukte seien möglicherweise in ein paar Wochen fertig, aber jetzt gäbe es noch nicht viele Programme.

Zu etwas mehr Gelassenheit hingegen rät Daniel Bricklin, Chef der Software Arts Inc., Wellesley. Größere Mengen an Software seien auch nicht verfügbar gewesen, als Rechner wie der Apple II oder der IBM-PC ausgeliefert wurden. Probleme sieht Bricklin erst, wenn sechs Monate nach Beginn der Auslieferungen immer noch keine Software vorhanden sein sollte.