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31.10.1986 - 

US-Hersteller will Software-Verkauf in den Griff bekommen:

DEC zieht Daumenschrauben verstärkt an

MAYNARD (CWN) - Die Weitergabe von lizenzierter Software an Dritte soll den DEC-Kunden nächstes Jahr untersagt werden. Der neuesten Policy des Unternehmens zufolge will DEC den Weiterverkauf des Betriebssystems VMS und anderer Software von DEC-Kunden an Dritte stärker kontrollieren.

Künftig werden die Käufer einer gebrauchten VAX eine neue VMS-Lizenz erwerben müssen und nicht mehr mit einer bereits verfügbaren Kopie des Betriebssystems arbeiten dürfen. "Ab Januar 1987", so DEC-Manager Peter Mercury, "werden wir keine Lizenzübertragung an Dritte mehr genehmigen. Ziel dieser Strategie ist es, den unautorisierten Gebrauch von Software einzudämmen."

Die bisherige Transferpolitik hatte DEC in letzter Zeit einen schlechten Ruf eingebracht. Einige Rechtsanwälte des Unternehmens waren tagelang damit beschäftigt, herauszufinden, wem die Lizenz gehört und inwieweit der Support gewährleistet war, wenn ein DEC-Kunde Software und Equipment an einen anderen weiterverkaufte .

Für die Zukunft gilt laut DEC deshalb: Der Bezieher von gebrauchtem Equipment zahlt denselben Preis für VMS und andere DEC-Programme wie ein neuer Kunde, denn beide erhalten die neueste Version der Systeme sowie den dazugehörigen Support. VMS kostet derzeit zwischen 10 000 und 40 000 Dollar. Der Preis ist vom Prozessormodell abhängig, auf dem das Betriebssystem läuft. Außerdem könne DEC auf diese Weise sicher sein, daß der Kunde das Release benutzt, das das Unternehmen für richtig halte.

Marktbeobachter glauben, der neue strategische Kurs von DEC zeige die Tendenz auf, daß der angebotene Support für "Produkte aus zweiter Hand" reduziert werde. Illegalen Kopien von VMS und anderer Software, die über zweifelhafte Verkäufer erworben wurden, soll damit der Garaus gemacht werden. Die neue Policy bezieht sich laut DEC nicht auf die OEM-Kunden, die ihre Lizenzrechte behalten sollen.