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05.03.1999 - 

Decision Support findet neue Märkte

Decision Support findet neue Märkte Business Objects setzt auf E-Business-Intelligence und ERP

PARIS (as) - Die Gewinnung und Verbreitung geschäftlicher Informationen im Extranet sowie aus Standardsoftware ê la SAP R/3 sind für Business Objects ein weiteres Einsatzgebiet seiner Decison-Support-Systeme (DSS). Im Pariser Hauptquartier beschrieb der Hersteller seine Pläne für die Zukunft.

Web-Clients für Reporting, Querying und Online Analytical Processing (Olap) gelten als lukrativer Zukunftsmarkt. Anders als ihre "fetten" PC-Gegenstücke in Client-Server-Umgebungen lassen sie sich einfacher über das Netz replizieren, in gängigen Browsern ausführen und laut den Herstellern ohne spezielle Kenntnisse bedienen.

Business Objects offeriert hierfür seit einiger Zeit die Komponente für HTTP-Server "Webintelligence", die derzeit in Version 2.0 erhältlich ist. Sie verteilt, unterstützt durch die Push-Technik der Server-Komponente "Broadcast Agent", Java-Applets und künftig auch Active X Controls, in entsprechend ausgerüstete Browser und ermöglicht es, Informationen aus Data-Marts, Olap- Servern, Datenbanken oder Standardsoftware wie SAP R/3 als Berichte einzusehen und auszuwerten.

E-Business wird intelligenter

Laut Bernard Liautaud, Gründer und CEO von Business Objects, verändert diese Form der Informationsgewinnung und -verteilung bisherige Web-Aktivitäten von Unternehmen. Geschäftliche Extranets zwischen Partnern, Kunden und Zulieferern würden dabei fortan durch "E-Business-Intelligence" (EBI) erweitert. Als Beispiel nannte David Kellog, Vice-President of Corporate Marketing, den US-amerikanischen Grossisten für Krankenhäuser Owens & Minor, der derzeit 200 Web-Clients nutzt. Über letztere können Kunden aufbereitete Daten aus dem bisher nur intern genutzten Data- Warehouse abrufen, um etwa bessere Informationen über Bestellungen, Lieferzeiten und -probleme oder Produkte zu gewinnen. Gleichzeitig bietet der Distributor gegen Geld seinen Zulieferern Angaben über die Menge und Art der georderten Waren an.

Für Kellog wird der Handel mit Geschäftsinformationen über das Web den bisherigen Wettbewerb komplexer und dynamischer machen, da die Rolle des Kunden und Anbieters verschwimmt. Die Einsatzmöglichkeiten von DSS-Clients sind zugleich vielfältig und könnten etwa in der Produktauswahl, Finanzanalyse oder der Erstellung von User-Profilen liegen. Noch Zukunftsmusik ist hingegen für Liautaud die Idee, Informationen auch für den Consumer-Markt zu vertreiben. Vorstellbar wäre es aber, Kunden eines Tages über den Browser zum Beispiel "intelligente" Telefonrechnungen oder Bankauszüge anzubieten.

Als zweiten strategischen Markt für DSS sieht CEO Liautaud die Informationsgewinnung aus ERP-Anwendungen. Mittlerweile stünde bei Anwendern dieses Thema ganz oben auf der Prioritätenliste: "Business Intelligence kommt 18 bis 24 Monate nach der Implementierung in die Unternehmen." Das gleichnamige DSS "Business Objects" verfügt bereits heute mit den sogenannten Rapid Deployment Templates über eine Reihe von standardisierten Geschäftssichten auf ERP-Systeme. Mit der kommenden Version 5.0 kündigt der Hersteller zudem die Integration klassischer Enterprise-Reporting-Funktionen sowie zertifizierte Schnittstellen zu den Metadaten in ERP-Warehouses wie SAP BW an. Ziel ist es, wie auch bei Webintelligence ein gemeinsames Front-end für Queries, Reporting oder Olap anzubieten.