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22.02.1991 - 

Vertrag ist nur eine Übergangslösung

DECs Abkommen mit Ingres ist taktisch, nicht strategisch

MÜNCHEN (CW) - Wie das englische Datenbankmagazin "Relational Database Review" erfahren haben will, plant DEC noch in diesem Jahr eine Version des Datenbanksystems Rdb für die Unix-Variante Ultrix herauszubringen. Das Produkt werde das seit dem vergangenen Jahr ausgelieferte Produkt "Ultrix/ SQL", das auf dem Datenbanksystem Ingres 6.2 basiert, ablösen.

Theresia Wermelskirchen, verantwortlich für die Pressearbeit bei der Münchner DEC-Niederlassung, will zwar noch nicht von Terminen und Ankündigungen sprechen, sie betont aber, daß die Datenbank auf Ingres-Basis von DEC stets als eine taktische Übergangslösung betrachtet worden sei. Digital verfolge als langfristiges Ziel, eine Datenbankumgebung zu entwickeln, die sowohl unter VMS als auch unter Ultrix einsetzbar sei. Die Kooperation mit Ingres war die schnelle Möglichkeit, eine Unix-Datenbank anzubieten."

Nach Informationen der Datenbank-Zeitschrift ist nicht damit zu rechnen, daß Rdb/VMS ohne weiteres auf Ultrix portiert werden kann. Dies werde schon allein dadurch verhindert, daß die VMS-Version von Rdb in Bliss geschrieben sei, einer Sprache, die von Ultrix nicht unterstützt wird. Vielmehr beabsichtige DEC, ein Produkt mit weitgehend identischen Funktionen anzubieten. Dabei könne es durchaus sein, daß die Bezeichnung "Ultrix/SQL" auch künftig beibehalten werde.

Ingres als Lückenbüßer für Digitals Unix-Datenbank-Defizit? Peter Lewi, Geschäftsführer der Frankfurter Ingres-Filiale, will von dieser Interpretation nichts wissen. "Die Auswirkungen und Ausmaße dieser Kooperation sind viel zu weitreichend, als daß es sich da um ein kurzfristiges Geschäft handeln kann." Daß Digital seine Datenbankentwicklung im Unix-Bereich weiter vorantreiben wird, steht allerdings auch für den deutschen Ingres-Vertreter außer Frage.