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25.07.1986

Defizite zwingen weltweit zu Personalabbau:Wang kündigt 1600 Mitarbeitern

LOWELL (lo) - Ihre Papiere nehmen können bei der Wang Laboratories weltweit 1600 Mitarbeiter. Dabei plant der DV-Hersteller eine Reihe von Abfindungsmaßnahmen. Die Frankfurter Wang-Deutschland-Zentrale zeigte sich von diesen Personalkürzungen überrascht: "Wir wissen von nichts", so Marketing-Direktor Joachim Herz.

Neueste Geschäftsergebnisse der Inc. geben nicht nur zur Freude Anlaß. Trotz eines zehnprozentigen Umsatzwachstums auf 700 Millionen Dollar rechnet der amerikanische Computerproduzent für das vierte Quartal 1986 mit Gewinneinbußen. Einsparungen, sprich Rationalisierungen liegen da für Wang nahe (CW Nr. 27, 4. Juli 1986, Seite 1).

Die jüngsten Entlassungen nun - sie betreffen fünf Prozent der Gesamtbelegschaft des in Massachusetts ansässigen Unternehmens - sind das bisherige Ende einer Abspeckkur, von der bereits 1985 schon einmal die gleiche Zahl von Mitarbeitern betroffen war. Damals reduzierte Wang seine Belegschaft weltweit auf 30 000.

Die Verkürzungen in diesem Jahr begleiten Abfindungsmaßnahmen: Zum einen eine Vorruhestandsregelung, an der sich Mitarbeiter beteiligen können, die über 45 Jahre alt sind und länger als fünf Jahre der Firma angehören. Drei Monatsgehälter, erhöhter Versicherungsschutz sowie Beihilfe im Krankheitsfall werden ihnen zugesagt. Außerdem sollen sie in den vorgezogenen Genuß der Betriebsrente kommen. Zum zweiten offeriert Wang ausgewählten Mitarbeitern, die sich freiwillig vom Unternehmen trennen wollen, ebenfalls ein Viertel des Jahresgehalts. Kündigungen ohne einen Bonus erreichen zum dritten schließlich 220 Mitarbeiter in der kürzlich errichteten Fabrikationsstätte im puertoricanischen Juncos.

Ed Devin, Senior-Vizepräsident für die Mitarbeiterplanung und -betreuung, kommentiert, die Maßnahmen seien zur Erhaltung der Geschäftstätigkeit des Unternehmens auf einem "wettbewerbsintensiven, aber gewinnschwachen Markt" notwendig.

Von den weltweiten Personalkürzungen weiß die Wang Deutschland GmbH in Frankfurt noch nichts. Mit Entlassungen hierzulande rechnen die Frankfurter zur Zeit nicht. Marketing-Direktor Joachim Herz zeigt sogar Optimismus: "Wir suchen Mitarbeiter." Geplant seien 60 Einstellungen.