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21.06.2005

Dell an Apple-System interessiert

Die Texaner würden gerne Computer mit dem Mac OS X anbieten.

Kaum hat Apple angekündigt, seine Computer spätestens ab 2007 nicht mehr mit IBM-, sondern mit Intel-Prozessoren auszustatten, machen sich Hersteller Hoffnungen auf einen weiteren Sinneswandel. Drei große Computerbauer sollen bei Apple-Chef Steve Jobs ihr Interesse angemeldet haben, Intel-basierende Rechner mit dem Betriebssystem Mac OS X auszustatten. Ein Interessent ist bekannt: Dell. "Falls sich Apple entscheidet, Mac OS anderen zu öffnen, wären wir glücklich, es unseren Kunden anzubieten", schrieb Michael Dell in einer E-Mail.

Doch die Aussichten auf Mac-Systeme in PCs ohne Apple-Logo sind schlecht. "Das Mac-Betriebssystem wird weiterhin nur mit Macintosh-Rechnern laufen", erklärte eine Apple-Sprecherin. "Apple hat keine Pläne, Mac-OS-X-Software zu verkaufen, die auf anderen PCs läuft." Damit bekräftigte sie Aussagen, die das Unternehmen schon bei der Ankündigung der Intel-Orientierung getroffen hatte. Damals hieß es, allenfalls sei denkbar, dass auf den Apple-PCs künftig auch Windows laufen könne.

Analysten halten einen Gesinnungswandel bei Apple für unwahrscheinlich. Sie erinnern daran, dass das Unternehmen vor rund zwölf Jahren die Zusammenarbeit mit Umax und Power Computing aufgekündigt hat, die einst eigene Computer mit Apple-Betriebssystem angeboten hatten. IDC-Analyst Roger Kay ist der Ansicht, eine Lizenzierung von Mac OS würde Apples Geschäftsmodell zerstören. Denn dieses basiert auf einer strikten Kontrolle der Kombination von Hard- und Software, die als Spitzenprodukt vermarktet wird.

Andere Marktbeobachter wundern sich über das Interesse von Dell an Apple. Ein Angebot von Mac-PCs würde die Schulung von vielen Dell-Angestellten und spezielle Produktentwicklungsteams erfordern. Das Unternehmen begründet aber seine enge Ausrichtung auf Intel und Windows mit den dadurch geringeren Kosten. Deshalb bietet es auch nur Server, aber keine PCs an, die Linux-fähig sind. Nur Großkunden können bei Dell in besonderen Arrangements Linux-Desktops erhalten. (ls)