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23.01.2004 - 

Weltweiter Rechnerverkauf legt 2003 nach Stückzahlen um elf Prozent zu

Dell entreißt HP die Krone im PC-Markt

MÜNCHEN (CW) - Der PC-Markt erholt sich. Gartner und IDC kommen übereinstimmend zu dem Ergebnis, dass im vergangenen Jahr etwa elf Prozent mehr Rechner als im Vorjahr verkauft wurden. Dabei übernahm Dell erstmals die Spitze.

Die Texaner steigerten ihren Absatz laut Gartner-Analyse um 25,8 Prozent und verkauften 2003 insgesamt 25,3 Millionen Rechner. Das bedeutet einen Marktanteil von 15 Prozent. Knapp dahinter folgt der ehemalige Spitzenreiter Hewlett-Packard (HP) mit rund 24,2 Millionen verkauften Systemen. Der kalifornische Hersteller konnte seinen Absatz um 12,3 Prozent steigern und kam auf 14,3 Prozent des Gesamtmarkts.

Schon mit deutlichem Abstand folgt auf Rang drei IBM. Eine Absatzsteigerung um 8,8 Prozent auf 8,6 Millionen verkaufte Rechner ergibt für Big Blue einen Anteil von 5,1 Prozent am weltweiten PC-Markt. Auf den weiteren Plätzen folgen Fujitsu, dessen Verkäufe mit Fujitsu-Siemens Computers (FSC) in Europa zusammengezählt wurden, und Toshiba. Insgesamt wurden laut den Berechnungen von Gartner 2003 weltweit 168,9 Millionen PCs verkauft. Das bedeutet im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung von 10,8 Prozent.

Starke Nachfrage im Consumer-Segment, wachsendes Interesse an Notebooks und der anhaltende Preisverfall seien die Hauptfaktoren des Wachstums gewesen, erläuterte Charles Smulders, Vice President von Gartner. Die Marktforscher von IDC kommen für 2003 wegen einer anderen Zählmethode auf zirka 152,6 Millionen weltweit verkaufte PCs. Das entspricht einer Wachstumsrate von 11,4 Prozent.

Das Ranking der Hersteller ist bei beiden Marktforschungsinstituten jedoch gleich. Aufgrund der sich weiter verschärfenden Preiskämpfe im PC-Segment gehen die IDC-Marktforscher von einem weltweiten PC-Umsatz von rund 175 Milliarden Dollar aus. Das entspricht etwa dem Niveau von 2002. Allerdings mussten die Hersteller vor zwei Jahren nur rund 136,7 Millionen Rechner verkaufen, um das gleiche Geld einzunehmen. Die Rekordmarke, was den Umsatz betrifft, stammt aus dem Jahr 2000, berichtet IDC-Analyst Roger Kay. Damals brachten 140,2 Millionen verkaufte Rechner etwa 226 Milliarden Dollar.

In der Region Europa, Naher Osten und Afrika (Emea) verbuchten die PC-Anbieter laut IDC mit rund 14,8 Prozent das höchste Absatzwachstum. Insgesamt wurden 46,5 Millionen Rechner verkauft. Vor allem das vierte Quartal trug mit einem starken Weihnachtsgeschäft dazu bei. Zusammen legten die Hersteller hier zwischen Oktober und Dezember um fast 19 Prozent zu.

Marktführer der Region Emea im Jahr 2003 bleibt laut IDC mit Abstand HP. Die Kalifornier steigerten ihren Absatz um 13,1 Prozent auf rund neun Millionen PCs und sicherten sich damit einen Marktanteil von 19,4 Prozent. Dell konnte zwar 26,9 Prozent mehr Systeme verkaufen. Trotzdem reichte es mit 5,1 Millionen verkauften Rechnern und einem Anteil von elf Prozent nur für Rang zwei. Auf dem dritten Platz folgt FSC mit einem Marktanteil von 7,4 Prozent. Das deutsch-japanische Joint Venture steigerte seine Verkaufszahlen um 13,3 Prozent auf knapp 3,5 Millionen Rechner. Die höchste Wachstumsrate schaffte Acer mit 37,6 Prozent. Die Taiwaner sicherten sich mit 2,6 Millionen verkauften PCs einen Marktanteil von 5,6 Prozent und verdrängten damit IBM auf Platz fünf. Big Blue schaffte ein Plus von 17,2 Prozent und erreichte einen Marktanteil von 5,5 Prozent.

Für das laufende Jahr rechnen die Analysten mit einem weiteren Wachstum des PC-Marktes. Laut Gartner soll der weltweite Absatz im Vergleich zu 2003 um fast elf Prozent zulegen. Die IDC-Analysten gehen von einem Plus von etwa 11,4 Prozent aus. (ba)

Abb: PC-Markt 2003: Anteile in Europa und weltweit

Nach einer langen Durststrecke können die PC-Hersteller wieder aufatmen. Die Zahlen für 2003 nähren Hoffnungen auf weiteres Wachstum. Quelle: IDC