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26.02.1999 - 

Erneut Aktiensplit angekündigt

Dell enttäuschte Analysten

LONDON (CW) - Der US-amerikanische PC-Direktanbieter Dell kann für das abgelaufene Geschäftsjahr 1999 (Ende: 31. Januar) erneut eine Rekordbilanz vorlegen. Allerdings blieb im vierten Quartal der Umsatz hinter den Erwartungen der Analysten zurück. Hinzukommt: In Deutschland laufen die Geschäfte der Texaner längst nicht so geschmiert wie anderswo.

Mit einem Plus von 48 Prozent auf 18,24 Milliarden Dollar gelang dem PC-Hersteller im zurückliegenden Fiskaljahr erneut eine kräftige Umsatzsteigerung. Wie Europa-Chef Jan Gesmar-Larsen vor der Presse in London weiter bekanntgab, erhöhte sich der Gewinn nach Steuern auf 1,46 Milliarden Dollar oder 1,05 Dollar pro Aktie - ein Plus von 55 Prozent.

Einen Schatten auf die Rekordbilanz werfen allerdings die Zahlen des vierten Quartals. Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres stieg zwar der Gewinn um 49 Prozent auf 425 Millionen Dollar. Der Umsatz legte dagegen nur um 38 Prozent auf 5,17 Milliarden Dollar zu. Mit diesen Zahlen lag der US-Konzern unter den Prognosen der Wall-Street-Analysten, die eine Zuwachsrate von über 50 Prozent erwarteten. Unmittelbar nach Bekanntgabe der Ergebnisse brach die Aktie um weitere 15 Prozent ein. Ungeachtet dessen kündigte Dell für März 1999 einen Aktiensplit im Verhältnis zwei zu eins an.

Hauptumsatzträger waren im letzten Geschäftsjahr mit 64 Prozent Desktop-PCs. Notebooks und Workstations steuerten 23 beziehungsweise 13 Prozent zu den Einnahmen bei. Vom Aufwärtstrend bei Dell konnten laut Gesmar-Larsen alle Märkte profitieren. Europa und die USA legten jeweils um 40 Prozent zu, der asiatisch-pazifische Raum sowie Japan um 30 Prozent. Genauere Angaben zu den Teilmärkten machte Dell nicht. Dennoch gab Gesmar-Larsen zu, "daß sich der deutsche Markt nicht entwickelt hat, wie wir das wollten". Als Grund für die vergleichsweise geringen Zuwächse nannte der Manager den scharfen Wettbewerb, unter anderem bedingt durch "neue" Billiganbieter wie Aldi. Inoffiziellen Angaben zufolge waren auch die deutschen Zahlen bei Workstations rückläufig. Laut IDC belegt Dell im deutschen Ranking der PC-Anbieter unverändert Platz sieben.