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21.02.2003 - 

Positiver Ausblick auch für das laufende Jahr

Dell erzielt Rekordergebnis

MÜNCHEN (CW) - Die Krise im PC-Markt kann Dell Computer nach wie vor nichts anhaben: Mit einem Gewinn- und Umsatzzuwachs von 32 beziehungsweise 21 Prozent im Schlussquartal erwirtschaftete der Direktversender das beste Dreimonatsergebnis der Firmengeschichte.

Wie erwartet, konnte Dell den Nettogewinn im Ende Januar abgelaufenen vierten Quartal gegenüber dem Vorjahr von 456 Millionen auf 603 Millionen Dollar steigern. Im Gesamtjahr erwirtschaftete der PC-Anbieter einen Profit von 2,1 Milliarden Dollar und damit 19 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Quartalsumsatz kletterte um 21 Prozent von 8,06 Milliarden auf 9,74 Milliarden Dollar. Im gesamten Geschäftsjahr wuchsen die Einnahmen um 14 Prozent auf 35,4 Milliarden Dollar.

Dell führt die guten Zahlen vor allem auf das Geschäft mit Server- und externen Speichersystemen zurück: Die Server-Einnahmen seien im vierten Quartal um 23 Prozent gegenüber dem Vorjahr und damit fünfmal stärker als das gesamte Segment gestiegen. Bei den gemeinsam mit EMC entwickelten Storage-Systemen legte Dell um 87 Prozent zu, was das Server-Geschäft laut Mathias Schädel, Geschäftsführer Dell Deutschland, zusätzlich ankurbelte: "Oft verkaufen wir bei einer Speicherlösung den Server gleich mit."

Auch für das erste Quartal 2004 gibt sich Dell optimistisch: Den im vierten Quartal erwirtschafteten Gewinn von 23 Cent pro Aktie will das Unternehmen auf Basis von 9,5 Milliarden Dollar Umsatz halten. Laut Schädel ist zwar auch in diesem Jahr von einer "weiteren Eintrübung des Investitions- und Geschäftsklimas" auszugehen. Dank des direkten Vertriebsmodells und der vergleichsweise günstigen Kostenstruktur habe Dell jedoch gute Chancen, den anderen Playern noch mehr Anteile abzunehmen.

Hierzulande werde der Direktversender die Konzernprognosen sogar noch übertreffen, kündigte Schädel an, ohne konkrete Zahlen zu nennen. Trotz des schrumpfenden hiesigen Markts habe Dell im vierten Quartal Wachstum erzielt. Laut IDC steigerte der Drittplatzierte hinter Fujitsu-Siemens und HP seinen Marktanteil im vierten Geschäftsquartal von sechs auf sieben Prozent. Und "in drei bis fünf Jahren", so Schädel, will der US-Marktführer auch hierzulande zur Nummer eins aufsteigen.

Ungeachtet seines großen Erfolgs möchte der PC-Anbieter auch in Deutschland die Kosten massiv senken. Derzeit wird vor allem an Werbung gespart. Zudem verzichtet Dell auf die Teilnahme an der diesjährigen CeBIT. "Wir machen stattdessen Roadshows und sprechen direkt mit dem Kunden", so Schädel. "Das ist wesentlich effektiver." Eine weitere Maßnahme ist der Anfang des Monats angekündigte Stellenabbau: 195 der rund 695 Jobs am Standort Langen sollen in diesem Jahr wegfallen. "Das ist für die Betroffenen dramatisch, aber wer sich heute nicht an die Marktgegebenheiten anpasst, verliert mittelfristig den Anschluss", so Schädel. Die Bedingungen sind offenbar vor allem in Deutschland ungünstig: Während hier die Stellen gestrichen werden, will Dell 200 bis 300 zusätzliche Call-Center-Arbeitsplätze im slowakischen Bratislava schaffen. (sp)

Milliardenverträge mit IBM gekündigt

Dell hat einen 16 Milliarden Dollar schweren Zuliefervertrag mit IBM vorzeitig gekündigt. Der Direktvermarkter begründete diesen Schritt damit, dass Big Blue inzwischen viele Komponenten nicht mehr selbst herstelle. Zudem wird das bestehende Serviceabkommen über sechs Milliarden Dollar zurückgefahren. Künftig soll IBM Global Services Installations- und Garantieleistungen nur noch übernehmen, wenn die Dell-Kunden dies explizit wünschen. Ansonsten will der PC-Anbieter diese Tätigkeiten selbst erbringen oder andere Servicepartner - etwa EDS und Unisys - damit beauftragen.