Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

28.02.2003 - 

Server-Markt: HP und IBM sind die Verlierer

Dell, FSC und Sun legen zu

MÜNCHEN (CW) - Die Anbieter von Servern dürften das abgelaufene Jahr 2002 in Europa sehr unterschiedlich beurteilen: Hewlett-Packard (HP) und IBM zählen, gemessen am Verkauf nach Stückzahlen, zu den Verlierern. Dell, Fujitsu-Siemens Computers (FSC) und Sun Microsystems dürfen sich hingegen über kräftige Zugewinne bei den Absatzzahlen freuen.

Die von Gartner Dataquest veröffentlichten Zahlen decken den gesamten Server-Markt ab. Sie beinhalten Intel-Server mit Windows-Betriebssystem, Unix- und Linux-Server, klassische Midrange-Computer wie IBMs "I-Series" sowie das Großrechnersegment.

HP hat gemeinsam mit Compaq 2002 insgesamt 551 367 Server in Europa verkauft. Im Jahr zuvor waren es noch 6,1 Prozent mehr gewesen (587421). Hier könnte sich allerdings unter anderem auch die Zusammenlegung der überlappenden Produktangebote von Compaq und HP negativ ausgewirkt haben. Mit einem Marktanteil von 40,2 Prozent im Server-Segment ist das verbundene Unternehmen HP-Compaq nach Stückzahlen im europäischen Markt immer noch eindeutig Marktführer, wiewohl der Marktanteil leicht rückläufig ist (Jahr 2001: 42,3 Prozent).

Sun wächst ordentlich

An zweiter Stelle folgt die IBM mit einem ebenfalls geringfügig gesunkenen Marktanteil von 15,4 Prozent. Das entspricht 210967 ausgelieferten Systemen. Im Jahr zuvor konnte Big Blue noch 227964 Rechner an den Mann bringen (16,4 Prozent Anteil).

Immerhin schon an dritter Stelle folgt Dell mit 185 694 verkauften Servern (Marktanteil: 13,5 Prozent), was einer Steigerung bei den Stückzahlen von 8,8 Prozent entspricht. Der Direktvertreiber hat damit "nur" 15000 Systeme mehr als 2001 verkauft (Anteil: 12,3 Prozent). Allerdings ist bei diesen Angaben zu bedenken, dass Dells Angebot fast komplett auf Intel-basierenden Rechnern fußt.

FSC legte bei den Verkaufszahlen um 7,2 Prozent zu. Auf vergleichsweise niedriger Basis steigerte die bajuwarisch-japanische Firma die Stückzahlen auf 93869 verkaufte Maschinen. Neben Deutschland, schreiben die Analysten, habe FSC insbesondere in Italien, Spanien und Portugal zugelegt.

Freuen dürfte sich auch Sun Microsystems. Der Hersteller legte beim Stückzahlenwachstum kräftig um 7,5 Prozent zu und kam auf 82683 Server (2001: 76947). Damit besitzt Sun einen Marktanteil von sechs Prozent (2001: 5,5 Prozent).

Insgesamt waren die Stückzahlenverkäufe von Servern im Jahr 2002 mit minus 1,1 Prozent leicht rückläufig. Karen Benson, Principal Analyst bei Gartner, sagte, man gehe für 2003 von einer Stabilisierung des Server-Marktes und von einem Stückzahlenwachstum um sieben Prozent aus. (jm)

Abb: Europa-Geschäft 2002

Europa war 2002 für die Server-Anbieter Dell, FSC und Sun ein gutes Pflaster. Quelle: Gartner Dataquest