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01.06.2001 - 

Blick an die Nasdaq

Dell: Kein schneller Gewinn

Christian Struck*

Am 23. Mai kündigte James Vanderslice, President von Dell Computer, einen Preiskampf an, der aber eigentlich die Fortsetzung eines Kostenkampfes ist. Der weltweit führende Computerhersteller möchte aus den ständig sinkenden Komponentenpreisen Vorteile ziehen und seinen Marktanteil weiter erhöhen. Im Vergleich zur Konkurrenz kann Dell die Preisnachlässe innerhalb von drei Tagen an seine Kunden weitergeben, da die Texaner aufgrund ihres ausgeklügelten Logistiksystems kaum Lagerbestände aufweisen. Außerdem hieß es von Seiten Dells, dass künftig auch Übernahmen denkbar seien. Als Akquisitionswährung verfügt man sowohl über die eigene Aktie als auch über mehr als fünf Milliarden Dollar an liquiden Mitteln.

Goldman Sachs stufte kürzlich die Konkurrenten Apple, Compaq und Gateway als starken Kauf ein. Die Höchstbewertung des Investmenthauses, die Aufnahme in die "recommended list", ging allerdings an Dell. Begründet wurde diese Einstufung mit der Erwartung höherer Umsatzmargen für Dell dank des Kostenvorteils im Vertrieb. Mit einem geschätzten Kurs-Gewinn-Verhältnis von 35 auf Basis des Geschäftsjahres 2001 bei erwarteten Wachstumsraten von 19 Prozent pro Jahr ist die Aktie mit einem Price/Earnings-Growth von 1,82 nach klassischen Kriterien zu teuer. Dell verdient als Marktführer sicher einen gewissen Aufschlag, jedoch sprechen auch Aktienverkäufe auf aktuellem Niveau durch Firmeninsider gegen ein Engagement in Dell. Die Aktie ist mittelfristig nur eine Halteposition.

*Christian Struck ist Analyst der CMW GmbH in München. Die hier veröffentlichten Informationen beruhen auf Quellen, die wir für vertrauenswürdig und zuverlässig halten. Trotz sorgfältiger Quellenauswahl und -auswertung können wir für Vollständigkeit, Genauigkeit und inhaltliche Richtigkeit der Angaben eine Haftung nur insoweit übernehmen, als grobe Fahrlässigkeit oder Vorsatz Haftung begründen. Jede darüber hinausgehende Haftung wird ausgeschlossen. Für Angaben Dritter übernehmen wir kein Obligo, Aktienanlagen sind durch stärkere Kursschwankungen gekennzeichnet.