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23.08.2007

Dell muss Bilanzen der letzten vier Jahre korrigieren

Unregelmäßigkeiten in den Geschäftsberichten zwingen den PC-Direktanbieter zu aufwändigen Nacharbeiten.

Betroffen sind die Geschäftsjahre 2003 bis 2006 sowie das erste Quartal 2007. Nicht namentlich genannte Führungskräfte und andere Mitarbeiter hätten die Bilanzen meist gegen Quartalsende geschönt, um Finanzziele zu erreichen, teilte Dell zum Abschluss einer Untersuchung der amerikanischen Wertpapier- und Börsenkommission SEC mit, die sich über ein Jahr hingezogen hatte. Der Gewinn in den betroffenen Jahren dürfte sich um 50 bis 150 Millionen Dollar reduzieren. Dell hatte in der betroffenen Periode einen Gesamtgewinn von über zwölf Milliarden Dollar ausgewiesen. Das Unternehmen rechnet außerdem damit, dass sich der Umsatz pro Geschäftsjahr um weniger als ein Prozent gegen-über den bislang ausgewiesenen Beträgen verringert.

Dell fällt noch weiter hinter HP zurück

Der Gewinn pro Aktie (bisher 4,78 Dollar) dürfte sich in dem gesamten Zeitraum um zwei bis sieben Cent reduzieren. Dells ehemaliger Finanzchef James Schneider hatte wegen der Vorfälle bereits im Dezember den Hut genommen.

Der Konzern, der mit seinem Direktvertrieb jahrelang den globalen PC-Markt beherrscht hatte, hatte seine Spitzenposition im vergangenen Jahr an Hewlett-Packard verloren. Die jüngsten sehr guten Quartalszahlen von HP spiegeln die gegenläufige Entwicklung der Konzerne wider (siehe Bericht oben). Auch andere Anbieter nehmen Dell zunehmend Kunden ab. Einzig im Direktgeschäft bei den Unternehmenskunden kann sich der Konzern weiterhin behaupten. Dell setzt nun verstärkt auf den Einzelhandel und brach-te beispielsweise unlängst Rechner über die amerikanischen Ladenkette Wal-Mart auf den Markt. (Simon Hülsbömer)