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23.05.2006

Dell plant im Highend mit AMD-Prozessoren

23.05.2006
Der Direktvertreiber brüskiert Intel und setzt den "Opteron"-Prozessor von AMD ein.

Mit dieser Entscheidung des dominierenden PC-Anbieters und eines der größten Server-Lieferanten der Welt fällt die letzte Bastion im Intel-Inside-Imperium. Hintergrund für Dells strategischen Schwenk sind wohl die vergleichsweise schwachen Geschäftszahlen des ersten Quartals: Der Gewinn war fast um ein Fünftel eingebrochen. Auch hat das Unternehmen, seit Kevin Rollins im Juli 2004 als Chief Executive Officer (CEO) an die Stelle von Firmengründer Michael Dell trat, dreimal die selbst vorgegebenen Prognosen nicht erfüllt.

Andererseits hat Dell im zurückliegenden Geschäftsjahr 2005/06 immerhin 55,9 Milliarden Dollar eingenommen und damit das Vorjahresresultat um 14 Prozent übertroffen. Der Gewinn stieg um 17 Prozent auf 3,57 Milliarden Dollar.

Die Hinwendung zu AMD ist allerdings insofern bemerkenswert, als Dell früher immer seine exklusive Nutzung von Intel-Chips betont hatte. Der Einsatz der 64-Bit-Chips von AMD lässt auch deshalb aufmerken, weil Dell den Opteron-Prozessor laut Firmenchef Rollins bis Jahresende in Vier-Wege-Highend-Servern anbieten wird. Zwar wäre der Einsatz von AMD-CPUs in PCs in puncto Masse interessanter. Dass Dell aber in strategisch für Unternehmen wichtigeren Systemen auf die AMD-Prozessortechnik vertraut, kommt einem Ritterschlag gleich.

Wettbewerber wie Hewlett-Packard (HP), IBM oder Sun Microsystems bieten schon seit längerem Opteron-Server an. Das hat aus Sicht von Analysten zu Dells jüngsten Marktanteilsverlusten insbesondere bei Servern beigetragen. (jm)