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10.05.2007

Dell schwenkt auf Linux ein

Der Computerhersteller bietet "Ubuntu" vorinstalliert auf PCs an.

Der texanische Computerhersteller Dell wird das Linux-Betriebssystem Ubuntu auf einigen Rechnermodellen für Endanwender vorinstalliert offerieren. Die Wahl kam nicht überraschend: Ubuntus kürzlich freigegebene neue Version 7.04 ("Feisty Fawn") hat gute Kritiken erhalten, und selbst Firmengründer Michael Dell lässt seit einigen Wochen auf seiner Web-Seite vermelden, er nutze in den eigenen vier Wänden ein Notebook mit dem Linux-Betriebssystem. Der Konzern hatte Ende März angekündigt, PCs mit vorinstalliertem Linux anzubieten, weil Kunden dies vehement gefordert hatten. Ubuntu soll - vorerst in den USA - im Lauf der kommenden Wochen für ausgewählte PC-Modelle zur Verfügung stehen.

FSC hält sich bedeckt

Demgegenüber hat Europas größter PC-Hersteller Fujitsu-Siemens Computers (FSC) derzeit nicht vor, das populäre Linux-Derivat auf Rechnern für Privatanwender vorzuinstallieren. FSC verfolge "aktuell keine konkreten Pläne, Consumer-PCs mit Linux anzubieten", teilte ein Sprecher des Unternehmens auf Anfrage mit. Einzige Ausnahme sei der Einsteiger-PC "Simplico", der mit einer Benutzeroberfläche auf Linux-Basis ausgestattet ist. Etwas anders sieht es bei den "Esprimo"-PCs für Geschäftskunden von FSC aus, von denen einige für Linux zertifiziert sind. Auf Projektbasis sei zudem sowieso fast alles möglich, so der Unternehmenssprecher.

Dell ging indes noch einen weiteren Schritt auf Linux zu: Der Konzern trat der 2006 geschlossenen Open-Source-Allianz von Microsoft und Novell bei und will in diesem Zusammenhang Zertifikate für Novells "Suse Linux Enterprise Server" (SLES) von Microsoft kaufen. Künftig vermarktet der PC-Hersteller Services für Open-Source-Anwender, die auf das Linux-Angebot von Suse wechseln wollen. Mit dem im vergangenen Jahr geschlossenen Pakt wollten Microsoft und Novell denjenigen Unternehmen entgegenkommen, die parallel Windows- sowie Linux-Server betreiben. Dazu wurde zwischen den Rivalen ein Patentabkommen besiegelt, und Microsoft ließ sich das Vorhaben einiges kosten. Die Allianz war auch ein Schuss vor den Bug von Red Hat, dem gemeinsamen Wettbewerber von Novell und Microsoft. Jedoch rief das Abkommen auch massive Kritik in Teilen der Open-Source-Gemeinde hervor. (ajf)