Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

08.09.2000 - 

Keine Angst vor Komponenten-Flaute

Dell setzt bei Workstations auf Rambus und Xeon-CPUs

MÜNCHEN (CW) - Als einer der ersten Workstation-Anbieter präsentiert Dell Systeme mit der 1-Gigahertz-Variante von Intels Xeon-Chip. Darüber hinaus bietet der Direktanbieter auch Dual-Gigahertz-Workstations für Multithreading-fähige Anwendungen.

Mit der Workstation "1GHz Precision 620" bietet Dell als einer der ersten Anbieter Systeme, die auf der bisher schnellsten Variante von Intels "Pentium-III-Xeon"-Prozessor basieren. Die 1-Gigahertz-Highend-Workstation ist unter anderem mit 128 MB Rambus-Speicher, einer 18-GB-SCSI-Festplatte sowie einer Elsa-Gloria-II-Pro-Grafikkarte mit 64 MB Speicher ausgestattet und zum Preis von knapp 8000 Mark erhältlich. Darüber hinaus bietet der Direktversender Systeme mit zwei Pentium-III-Prozessoren mit Taktraten von jeweils einem Gigahertz, die sich insbesondere für das gleichzeitige Arbeiten mit mehreren Anwendungen eignen sollen. Die 2-GHz-Workstations sind laut Hersteller auf so genannte Multithreading-fähige Anwendungen wie Digital-Content-Creation, Computer-Aided-Design (CAD) sowie Computer-Aided-Engineering (CAE) zugeschnitten, die speziell für den Einsatz auf Dual-Prozessor-Systemen programmiert wurden. Eine "Precision 220" mit zwei 1-Gigahertz-CPUs sowie 64 MB RDRAM und 10 GB Festplattenspeicher kostet knapp 5200 Mark.

Selbst wenn das gegenüber den bisherigen 933-Megahertz-Systemen erzielte Geschwindigkeitsplus durch die Gigahertz-Prozessoren in vielen Fällen eher bescheiden ausfallen dürfte, bedeutet die Vorreiterrolle bei den 1-Gigahertz-Xeon-Systemen für den frisch gebackenen Workstation-Weltmarktführer nicht zuletzt auch einen Marketing-Vorteil. So ist es Dell laut IDC im zweiten Quartal dieses Jahres erstmals gelungen, Sun Microsystems hinsichtlich der ausgelieferten Stückzahlen hinter sich zu lassen. Einem akuten Komponentenengpass habe man vorgebaut, erklärt Heiner Bruns, Produkt-Manager für den Bereich Workstations. Bei der einen oder anderen Komponente baue man schon mal auf zwei Hersteller mit bezüglich Leistung und Qualität vergleichbaren Produkten, um im Falle von Lieferschwierigkeiten ausweichen zu können.

Keine Speicherengpässe für Dell-SystemeWie die bisherigen Precision-Workstations wird Dell auch die neuen Systeme ausschließlich mit Rambus-Speicher ausliefern: Ein Fehler in Intels 840-Chipsatz macht dem texanischen Computerhersteller und anderen Workstation-Produzenten, deren Systeme auf entsprechenden Intel-CPUs basieren, das Angebot einer SDRAM-Option unmöglich. Ein gewagtes Unterfangen angesichts des allgemeinen Stückzahlenrückgangs im Workstation-Markt des zweiten Quartals, den IDC insbesondere auf anhaltende Lieferprobleme bei RDRAM-Speichermodulen (Rambus Dynamic Random Access Memory) zurückführt.

Der Direktanbieter, der bereits frühzeitig in die Rambus-Technologie eingestiegen ist und seit März im Workstation-Bereich ausschließlich auf RDRAM setzt, scheint diese Probleme nicht zu kennen. So habe man in der Vergangenheit nie mit Engpässen zu kämpfen gehabt, berichtet Bruns. "Auch die zukünftige Verfügbarkeit der Module sieht ausgezeichnet aus", freut sich der Manager. Dadurch, dass Dell durch seine Exklusivstrategie Abnehmer sehr hoher Stückzahlen sei, genieße man wohl einebevorzugte Behandlung, vermutet er.