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24.01.1992 - 

Umsatz und Gewinn: Same procedure

Dell setzt Farb-Notebook gegen Compaq und Toshiba

AUSTIN/LANGEN (cw) - Mit zwei Farb-Notebooks zu Dumping-Preisen, die am 2 1. Januar 1991 in München vorgestellt werden, will Direktvertreiber Dell Computer Corp. Compaq und Toshiba das Fürchten lehren. Das kleinere der beiden Modelle wird für knapp 4000 Dollar zu haben sein.

Das "325NC"-Notebook mit dem 386SL-Intel-Prozessor (25 Megahertz) wird in den USA in den beiden Versionen mit 60- oder 80-MB-Festplatte für 3999 beziehungsweise 4299 Dollar ausgeliefert. Nach Dell-Angaben aus der deutschen Niederlassung im hessischen Langen verlautete, das kleinere Modell werde "in Deutschland sicher nicht mehr als 9000 Mark kosten - eher drunter."

Das LC-Display mit einer Bildschirm-Diagonale von 23,5 Zentimetern (entspricht fast der des Toshiba-Notebooks T1000SE) in Passiv-Matrix-Technologie kann aus einer Farbpalette von 262 144 bis zu 16 Farben in der VGA-Auflösung 640 x 480 oder 256 Farben bei 320 x 200 Pixeln darstellen.

Der kleine Tragbare ist auch in Puncto Speicher stark: Abgesehen von der Festplatte liefern die Texaner den 325NC mit einem 3?-Zoll-Diskettenlaufwerk und standardmäßigem Arbeitsspeicher von 4 MB aus.

Das Dell-Notizbuch positioniert der Hersteller bewußt gegen die Marktgrößen Toshiba und Compaq: Glenn Henry, bei der IBM seinerzeit zu höchsten Ehren als "IBM Fellow" aufgestiegen und nach seinem Wechsel in Michael Dells Company zum Senior Vice-President und Chef der Entwicklungsabteilung ernannt, zum Preis-Dumping: "Der 325NC ist preisgünstiger als so mancher Mono-Notebook. Er soll eine attraktive Alternative für all diejenigen Anwender sein, die Farbe wollen, ohne dafür gleich erheblich zur Kasse gebeten zu werden."

Branchenanalysten rechnen vor, daß ein Toshiba T3300SL mit Monochrom-Display, 4 MB Arbeitsspeicher und 80-MB-Festplatte mit etwa 5730 Dollar rund 33 Prozent teurer sei als ein vergleichbares Dell-Angebot. Der Compaq-Tragbare 386s/20, ebenfalls in der Monoausführung, mit 4 MB Speicher und 60-MB-Festplatte, komme den Anwender mit knapp 4300 Dollar ebenfalls teurer zu stehen.

Trotz Farbmonitor soll die netzstromunabhängige Arbeitsdauer des 325NC unter Nutzung der Energie-Management-Funktionen bis zu drei Stunden betragen. Wie Konkurrenzprodukte etwa von Toshiba können auch die Texaner auf einen Standby-Modus verweisen: Nach Aus- und Wiederanschalten des Notebooks ist die jeweilige Anwendung an der verlassenen Stelle wieder präsent.

Daß die Dell Computer Corp. mit ihren Produkten seit geraumer Zeit auf einer Erfolgswelle schwimmt, zeigen exorbitante Umsatz- und Gewinnzahlen: Nach einem erfolgreichen zweiten Quartal konnten die Leute aus der texanischen Hauptstadt im dritten Quartal des Geschäftsjahres 1992 (3. November 1991) den Umsatz um 68 Prozent auf 229,3 Millionen Dollar, den Gewinn gar um 90 Prozent von 6,8 auf 13 Millionen Dollar gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres steigern.