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06.11.1992 - 

Neue Server-Modelle und Subsysteme

Dell und ALR kontern Compaqs Server-Ankündigung umgehend

DALLAS (CW) - Vor zwei Wochen stellte die Compaq Computer Corp. zum Abschluß ihrer diesjährigen Produktoffensive die Server-Linien "Prosignia" und "Systempro/XL" vor. Jetzt zogen sowohl Dell als auch Advanced Logic Research (ALR) mit Preisen und Produkten nach.

Während die Prosignia-Server mit Preisen zwischen 4000 und 13000 Mark eher für kleine und mittlere Betriebe gedacht sind, stellt die Systempro/XL-Reihe mit der neuen Triflex-Architektur die Power-Variante dar, die mit 19000 und bis zu 38000 Mark auch erheblich kräftiger zu Buche schlägt.

Dell Computer erwidert das Compaq-Angebot mit einem High-end-Server für rund 7700 Dollar, in den ein 486DX-Prozessor mit 33/66 Megahertz Taktrate inkorporiert wurde. Außerdem stellten die Texaner aus Austin ein rund 3300 Dollar teures Dell-SCSI-Drive-Array (DSA) vor, das sie auch als OEM-Angebot vermarkten wollen. Dell behauptet, das DSA-Speichersystem sei gegenüber dem Compaq-Festplatten-Array um 80 bis 170 Prozent schneller.

Dieser Aussage trat Compaq allerdings schon entgegen. Dells Vergleich hinke, weil die Leute aus Austin das DSA-Produkt nicht an Compaqs aktuellem Fast-SCSI-II-System gemessen hätten.

Außerdem präsentierte Dell das Festplatten-Kabinett "EMS 753", das bis zu 14 GB Speicherkapazität aufweist. Einstiegsvarianten mit 1,3 GB Speicherplatz kosten rund 6000 Dollar.

Neben dem gelegentlich schon als fast privat gehaltene Fehde anmutenden Wettstreit zwischen den beiden texanischen Unternehmen versuchen sich aber auch andere PC-Hersteller als ernstzunehmende Server-Anbieter zu mausen.

Zu diesen gehört ALR, die mit der Ablösung ihrer bisherigen Serverlinie "Powerpro" durch die neuen "Proveisa"-Rechner Compaq vor allem in der Preisgestaltung unterbieten will.

Die aus nicht weniger als 18 Rechnern bestehende Modellfamilie beginnt preislich bei 2500 Dollar für ein 486DX-System (33 Megahertz) mit 4 MB Arbeitsspeicher. Die Proveisa-Server sollen in Mono- beziehungsweise Dual-Prozessor-Varianten auf den Markt kommen.

Ein ebenfalls vorgestellter "Multus"-Disk-Controller ist nach ALR-Angaben bei mit SCSI-Controllern vergleichbarer Leistung kostengünstiger. Er kann allerdings maximal nur 4 GB Speicher verwalten. Zudem hat er die unschöne Eigenart, eine proprietäre Entwicklung von ALR zu sein.