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Partnerprogramm tritt voraussichtlich erst im Februar 2008 in Kraft


19.11.2007 - 

Dell verspätet sich

Eigentlich sollte Dell in diesen Tagen sein europaweites Partnerprogramm starten. Doch daraus wird wohl nichts.

Von Dr. Ronald Wiltscheck

Den Launch der eigenen Channel-Initiative hat Dell für Ende Oktober/ Anfang November 2007 anvisiert. Dies hat Sabine Bendiek, Dells Channel-Direktorin für Zentraleuropa, während ihres Vortrags auf dem Systemhauskongress von ChannelPartner Ende September 2007 angekündigt. Wie gut informierte Kreise ChannelPartner zugetragen haben, wird sich der Start des Dell-Partnerprogramms bis Februar 2008 verzögern.

Einige Details der noch zu verabschiedenden Channel-Initiative seien intern immer noch nicht vollständig geklärt, munkelt man in der Branche. Dell selbst will Gerüchte und Spekulationen zum Zeitplan oder zu den Inhalten des Partnerprogramms zum jetzigen Zeitpunkt nicht kommentieren: "Wir arbeiten daran, die Channel-Strategieplanung für EMEA (Eu-ropa, Afrika, Nahost) zu finalisieren, und wir werden dies so schnell wie möglich abschließen", sagte Unternehmenssprecher Michael Rufer gegenüber ChannelPartner.

Was Systemhäuser zuDells Channel-Politik sagen

Dabei machen viele bekannte Systemhäuser bereits gute Geschäfte mit dem Direktvermarkter und geben dies auch offen zu. Einige der mit Dell geschäftlich verbandelten Reseller waren auch auf dem von ChannelPartner im September 2007 durchgeführten Systemhauskongress in Düsseldorf präsent. Sie zeigten sich allerdings enttäuscht, weil Dells Channel-Direktor Zentraleuropa Sabine Bendiek dort nicht allzu viel über die künftige Partnerstrategie des Direktvermarkters verriet.

Eines der bereits in Deutschland erfolgreich agierenden Dell-Systemhäuser äußerte sich ChannelPartner gegenüber konkret zur Zusammenarbeit mit dem Hersteller. Man einige sich eben von Kunde zu Kunde, so ein Vertreter dieses Resellers. Das Systemhaus beliefert vornehmlich Kunden aus der öffentlichen Verwaltung und kommt dabei Dells Vertriebsmitarbeitern nicht in die Quere. Es gebe keinerlei Channel-Konflikte mit dem Hersteller, heißt es.

Die Personalplanung bei Dell Deutschland schreitet dagegen voran. Erst Ende Oktober 2007 hat Dell Dorothee Stolzenberg zur neuen Geschäftsführerin Deutschland ernannt. Stolzenberg übernahm diesen Posten von Alain D. Bandle, der künftig europaweit für die Geschäfte mit öffentlichen Auftraggebern verantwortlich ist. Neben Sabine Bendiek steht auch Barbara Wittmann, Geschäftsführerin des Vertriebs- und Servicezentrums und der Dell-Niederlassung in Halle, derzeit in engem Kontakt mit Resellern. Wittmann leitet auch als Sales-Direktorin das Public Business von Dell in Deutschland.

Sabine Bendiek, Dells Channel-Direktorin für Zentraleuropa, während ihres Vortrags auf dem Systemhauskongress von ChannelPartner Ende September 2007
Sabine Bendiek, Dells Channel-Direktorin für Zentraleuropa, während ihres Vortrags auf dem Systemhauskongress von ChannelPartner Ende September 2007
Foto:

Übrigens: ChannelPartner-Leser haben Dell zu ihrem bevorzugten Lieferanten ("Preferred Vendor") im Produktbereich "PC & Server" erklärt. Das ist ein Ergebnis der von ChannelPartner im Herbst dieses Jahres durchgeführten Umfrage unter 20.000 Händlern. Die Ergebnisse dieser Channel-Champions-Studie veröffentlichen wir in der ChannelPartner-Ausgabe 51/07.

Dell wird Solaris-Partner

Nach IBM hat Sun mit Dell einen weiteren OEM-Partner für das Betriebssystem Solaris gefunden. Wie Sun mitteilte, wird Dell Solaris auf PowerEdge-Servern anbieten und Support für Solaris auf Dell-Maschinen leisten. Die Partnerschaft erstrecke sich über mehrere Jahre, die beide Firmen auch dazu nutzen wollen, nicht näher spezifizierte "spezielle Angebote" zu entwickeln. Die beiden Firmen teilten weiter mit, sie wollten sicherstellen, dass Software von Drittherstellern problemlos unter Solaris auf Dell-Systemen läuft.

Suns Chef Jonathan Schwartz versicherte auf Oracles Hausmesse "Open World", wo er die Partnerschaft bekannt gab, die alte Feindschaft zwischen Dell und Sun sei nach seiner Meinung nun Geschichte; "Was zählt, ist heute."

Mit der Vereinbarung demonstriert Sun erneut, dass es den Vormarsch von Open-Source-Software auf x86-Servern mit Solaris stoppen beziehungsweise mit OpenSolaris eine Alternative bieten will. Dabei kommen Sun die große installierte Basis und Dells Fähigkeit, den Massenmarkt bedienen zu können, zugute.

Für Dell bedeutet die Partnerschaft, einen weiteren Markt adressieren zu können und Zugang zu Unternehmen zu erhalten, die Solaris einsetzen. Der Computeranbieter bietet bereits die Linux-Distribution Ubuntu vorinstalliert auf Servern und Notebooks an. WL

Meinung des Redakteurs

Eine Verzögerung beim Start-termin des Partnerprogramms, wie jetzt bei Dell geschehen, muss keine schlechte Nachricht sein. Offenbar möchte der bisherige Direktvermarkter den Aufbau seines Channels gründlich vorbereiten. Trifft dies zu, ist so etwas zu begrüßen. Und für die bereits mit Dell zusammenarbeitenden Partner ändert sich ohnehin nichts.