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Wegen ausstehender Norm bröckelt Anwenderbasis


13.09.1996 - 

Dem Token-Ring-Markt fehlt ein Vollduplex-Standard

Um zwischen zentralem Switch und dem Server keinen Flaschenhals entstehen zu lassen, sollte diese Verbindung breiter als die Kanäle zu den Endgeräten sein. Geswitchte Leitungen zu den PCs werden mit den Token-Ring-Übertragungsraten von 4 oder 16 Mbit/s betrieben. Letzteres ist derzeit aber die maximale Geschwindigkeit, mit der sich Server in geswitchte Token-Ring-Umgebungen einbinden lassen.

Weil das IEEE voraussichtlich erst gegen Jahresende mit einer standardisierten Vollduplex-Variante der Token-Ring-Übertragung auf diesen Mißstand reagieren wird, springen derzeit Anbieter wie IBM und Cabletron mit proprietären Lösungen in die Bresche. Zwar orientieren sich beide Unternehmen an den frühen Ausführungen der IEEE-Norm doch US-Fachleute rechnen damit, daß Adapter-Karten und Switches nicht vollständig kompatibel zur endgültigen Spezifikation sein werden.

US-Anwender, die mittlerweile angesichts der fehlenden Spezifikation die Geduld verloren haben, wollen dennoch nicht auf die Herstellerlösungen vertrauen: "Wir haben uns für keinen der Anbieter entschieden, weil derartige Produkte meistens größere Probleme nach sich ziehen", unterstreicht Mike Forand, Executive Systems Consultant bei der Paul Revere Insurance Group in Worcester, Massachusetts, seine ablehnende Haltung. Die Versicherungsgesellschaft plant, demnächst eine Bildverarbeitungs-Applikation einzurichten, und benötigt daher größere Bandbreiten. Eine 16-Mbit/s-Verbindung zum Server dürfte dabei allerdings nicht mehr ausreichen, so die Einschätzung des Managers.

"FDDI-Karten würden uns 100 Mbit/s bis zum Server liefern", deutet Forand als vorstellbare Alternativen an, fügt jedoch einschränkend hinzu, FDDI sei sehr teuer. In Anbetracht der Tatsache, daß es im LAN-Markt mit den Fast-Ethernet-Varianten "100Base-T" und "100VG-Anylan" bereits zwei standardisierte High-speed-Verfahren zum akzeptablen Preis gibt, migrieren immer mehr Anwender vom Token-Ring- zum Ethernet-Übertragungsverfahren.

Die US-Fachleute bestätigen, daß das Fehlen eines Vollduplex-Standards im Token-Ring-Markt die Anwenderbasis schwinden läßt. Viele User haben es bereits aufgegeben, auf einen entsprechenden Standard zu warten, meint zumindest Eric Hindin, Senior Programm Manager bei der Yankee Group, Boston. "Wir warten schon seit ewigen Zeiten auf eine vollständige Spezifikation.