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20.04.2001 - 

Konkurs wird immer wahrscheinlicher

Dem US-Provider Psinet geht das Geld aus

MÜNCHEN (CW) - Psinet steht offenbar kurz vor der Pleite. Der hoch verschuldete Internet-Service-Provider (ISP) schließt nicht aus, schon bald Gläubigerschutz nach Chapter 11 beantragen zu müssen und vom Handel an der Technologiebörse Nasdaq ausgesetzt zu werden.

Vor allem die Belastungen durch die Restrukturierungsmaßnahmen im vierten Fiskalquartal 2000 machen dem angeschlagenen ISP mit Sitz in Ashburn, Virginia, schwer zu schaffen. Angesichts der hohen Schulden beurteilt das Unternehmen seine Situation grundsätzlich als sehr kritisch. Selbst wenn die Restrukturierung erfolgreich verlaufe oder ein strategischer Partner gefunden werde, sei es wahrscheinlich, dass die Bargeldreserven, kurzfristigen Investitionen und Sicherheiten in Höhe von rund 254 Millionen Dollar nicht ausreichen, um eine Entwertung der Stammaktien zu verhindern.

Zwei Wochen AufschubNoch ist nicht bekannt, wie das Geschäftsergebnis für das vierte Quartal ausfallen wird. Wegen der veränderten finanziellen Situation hat Psinet für die Vorlage des endgültigen Geschäftsberichts einen Aufschub von zwei Wochen bei der US-Börsenaufsicht erwirkt.

Einen letzten Ausweg aus der Krise erhofft sich der ISP von der Unterstützung durch externe Berater. Während die Experten von Dresdner Kleinwort Wasserstein Möglichkeiten zur Abfindung der Gläubiger untersuchen, analysiert die Investment-Gesellschaft Goldman Sachs bereits seit November letzten Jahres strategische Optionen - bis hin zu einem kompletten Verkauf des Unternehmens.

Die Versuche, den immensen Schuldenberg abzubauen und einen Käufer für Psinet zu finden, sind jedoch offenbar endgültig gescheitert. Nur eine Handvoll der Aktiva konnten bislang veräußert werden - darunter die E-Commerce-Einheit Transaction Solutions und die Beratungsdivision Psinet Global. Angesichts der angespannten Marktsituation spülten diese Deals jedoch nicht ausreichend Geld in die leeren Kassen des Unternehmens.