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19.02.2007

Demo 07: Von YouTube profitieren

19.02.2007
Das kalifornische Treffen für Startups, innovative Companies sowie Venture Capitalists wurde zuletzt von neuen Web-2.0-Produkten beherrscht - aber nicht nur. Jetzt kommt die Konferenz nach Deutschland.

Dem eher unbedarften Beobachter der IT-Branche erschließt sich diese Information kaum in ihrer gesamten Tragweite: Egal ob bei Apples "iPod", Palms "Pilot", der Entwicklungsumgebung Java, dem CRM-Avantgardisten Salesforce.com oder dem neuen VoiP-Dienst Skype - bei allen genannten Produkten respektive Produktideen hing zunächst (fast) alles von sechs Minuten ab. Sechs entscheidende und im Zweifel auch quälend lange Minuten einer Präsentation vor Risikokapitalgebern, potenziellen Partnern sowie Vertretern der US-amerikanischen Fach- und Wirtschaftspresse.

Demo 07 Demonstrators

www.6sa.com

www.adobe.com

www.aggregateknowledge.com

www.alcatel-lucent.com

www.attendio.com

www.blingsoftware.com

www.blinkx.com

www.boorah.com

www.boston-power.com

www.jyngle.com

www.buzinteractive.com

www.ceelox.com

www.circleup.com

www.clipsyndicate.com

www.dartdevices.com

www.devicescape.com

www.ejamming.com

www.eyejot.com

www.goware.biz

www.helium.com

www.inilex.com

www.ink2.com

www.integrien.com

www.iqzone.com

www.iwerx.com

www.jaman.com

www.iBridgeNetwork.org

www.livesquare.com

www.magnify.net

www.me.dium.com

www.missionresearch.com

www.mixpo.com

www.getmobio.com

www.my-currency.com

www.nexo.com

www.nextumi.com

www.nuvoiz.com

www.ourstory.com

www.pairup.com

www.panjea.com

www.precklick.com

www.qtechinc.com

www.revealtechnology.com

www.sailpoint.com

www.seagate.com

www.serendipity-tech.com

www.sharedbook.com

www.shipwire.com

www.soasta.com

www.splashcastmedia.com

www.supportsoft.com

www.symantec.com

www.teleflip.com

www.TextDigger.com

www.theport.com

www.honeypitch.com

www.t-immersion.com

www.trailfire.com

www.triumfant.com

www.vringo.com

www.vuvox.com

www.wisher.com

www.wyse.com

www.yodio.com

www.zink.com

www.zoho.com

www.zoominfo.com

Demo Germany

Am 16. Oktober 2007 kommt die Demo-Konferenz erstmals nach Deutschland und damit auch erstmals nach Europa. In der eintägigen Konferenz der COMPUTERWOCHE in München werden - analog zum erfolgreichen Format der US-amerikanischen Demo - IT-Firmen ihre innovativen Produkte und Lösungen vorstellen. Sechs Minuten Vortrag auf der Bühne (ohne Powerpoint!) entscheiden dabei über die Vermarktbarkeit des Produktes, die Finanzierung der weiteren Wachstumsstrategie und die Erschließung identifizierter Märkte und Zielgruppen. Besucher der Konferenz sind Risikokapitalgeber, Journalisten sowie potenzielle Kooperations- und Geschäftspartner. Weitere Informationen zur Demo Germany sind unter www.idg-veranstaltungen.de abrufbar.

Seit Beginn der 90er Jahre ist die von der US-amerikanischen CW-Schwesterpublikation "Network World" initiierte Demo die führende Veranstaltung für innovative Geschäftsideen, vor allem natürlich unter dem Gesichtspunkt der erfolgreichen Vermarktung. So betrachtet können 360 Sekunden in der Tat darüber entscheiden, ob einer noch jungen IT-Company zusätzliche Gelder zufließen oder ob einem bereits etablierten IT-Anbieter mit einem neuen Produkt der große Wurf in Sachen Publicity gelingt.

Hohe Hürden bei der Zulassung

Bei der Demo-Konferenz Ende Januar im kalifornischen Palm Springs waren unter der letztgenannten Kategorie Firmen wie Adobe Systems, Alcatel-Lucent, Seagate Technology und Symantec am Start. Hinzu kamen ausländische IT-Companies wie Qtech (Indien), Serendipity Technologies (Israel) oder Wisher.com (Spanien). Sowohl die Newcomer als auch die "Big Names" der IT-Branche müssen bei ihrem Weg auf die Bühne der Demo zwei Hürden überwinden: Zum einen müssen sie immerhin 18 500 Dollar an den Veranstalter zahlen, zum anderen die strengen inhaltlichen Kriterien von Executive Producerin Chris Shipley erfüllen. Denn die Demo-Macherin achtet mit Blick auf die Zusammensetzung des Publikums darauf, dass die gezeigten Produkte (und deren Präsentatoren) zumindest die Basisvoraussetzungen mitbringen, um entsprechendes Interesse bei den Besuchern hervorzurufen.

"Im Mittelpunkt künftiger Technologiebetrachtungen steht nicht mehr die Technologie an sich. Es geht vor allem um Nutzungsvielfalt und Nutzungsmöglichkeiten", betonte Shipley zu Beginn der Konferenz. Entsprechend las sich auch die Liste der "Demonstrators": Von den 68 Firmen, die in Palm Springs präsentierten, waren 45 eindeutig dem B-to-C-Umfeld zuzuordnen, elf sind im Bereich Enterprise Software & Services angesiedelt, zehn schreiben sich die Rubrik Enabling Technologies auf ihre Fahnen, und zwei weitere fühlen sich im Geschäftsfeld IT Management & Infrastructure zu Hause.

Die größte Anerkennung fand Zink Imaging, ein Spinoff aus dem Umfeld des US-Konzerns Polaroid. Die Mannschaft um CEO Wendy Caswell präsentierte ein tintenloses Druckverfahren, das sich entweder mit Hilfe eines Stand-alone-Druckers in iPod-Größe oder integriert in Handys, Smartphones, Kameras sowie anderen tragbaren Geräten realisieren lässt.

Rummel um neue Drucktechnik

Der Clou dabei ist ein besonderes Papier, das mit mikroskopisch kleinen Kristallen durchsetzt ist, die durch entsprechende Wärmeimpulse aktiviert und in ihrer Farbgebung beeinflusst werden können. Eigenen Angaben zufolge besitzt die Company mehr als 100 Patente für diese Entwicklung beziehungsweise hat entsprechende Anträge zum Schutz ihrer Entwicklungen und Produktionsverfahren bei den zuständigen Behörden eingereicht. Noch in diesem Jahr wolle man das Produkt zur Serienreife entwickeln sowie mit dessen Vermarktung beginnen, betonte Zink-Chefin Caswell vor den rund 750 Demo-Besuchern.

Langlebiger Notebook-Akku

Weitere interessante Produktvorstellungen gab es unter anderem von Boston-Power, einem vor knapp zwei Jahren gegründeten Startup im Umfeld von Hewlett-Packard, das einen neuen, binnen 30 Minuten (!) auf 80 Prozent seiner Kapazität aufladbaren Notebook-Akku zeigte, der sich daneben auch durch eine "Longlife"-Lebenszeit von mindestens drei Jahren auszeichnen soll. Eine der spektakulären Ankündigungen im B-to-B-Umfeld kam von Integrien, einem Spezialisten für Integrity-Management-Lösungen. Das Tool "Alive 5.5" ermöglicht die schnelle und laut Anbieter vor allem sichere Autorisierung neuer User in SAP- und Oracle-Umgebungen mit Hilfe zusätzlicher Features wie Fingerprint Alerts oder automatischer Patch-Verteilung in Echtzeit.

Insgesamt war die Demo-Konferenz in Palm Springs aber hauptsächlich vom Web 2.0 geprägt. Entsprechend bunt und umfangreich war deshalb bei dem Event in Kalifornien das Potpourri an Firmen, die erkennbar bemüht waren, Geschäftsmodelle wie das von YouTube oder Myspace.com zu kopieren - also einer Web-affinen Klientel Programme anzubieten, mit deren Hilfe man eigene Blogs, Podcasts, Videos etc. produzieren und effektiv mit vergleichbaren anderen Inhalten/Websites verlinken kann. Solche Funktionen scheinen zwar auf den ersten Blick kaum für ein geeignetes Business-Modell geeignet zu sein, doch wer weiß? Bisher galt jedenfalls noch für alle Demo-Konferenzen: Einige kommen durch!