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21.01.2000

"Den Nutzen erklären"

Rahoul Bhasin von Perot Systems hat in den letzten Jahren mehrere Jahr-2000-Projekte bei sehr großen DV-Anwendern in Deutschland und Großbritannien geleitet. Er warnt IT-Verantwortliche davor, wegen ausbleibender Fragen nach dem Sinn des Umstellungsaufwands die Unternehmensleitungen nicht über die Lehren und Konsequenzen aus den Projekten zu informieren. "Es gibt keinen Erklärungsnotstand, aber die Verantwortlichen sollten schon den Nutzen erklären. Sie haben die Systeme inventarisiert, Programme auf den neuesten Stand gebracht, Softwareversionen vereinheitlicht, obsolete Komponenten abgelöst, eine anständige Testumgebung eingeführt und Notfallkonzepte überprüft. Zu all dem wurden sie durch das Jahr 2000 gezwungen."

Die Frage, ob die Unternehmen die neuen, zum Teil sehr teuren Test-Tools für künftige IT-Entwicklungen und -Integrationsarbeiten weiterverwenden können, hält Bhasin für weniger relevant. Vor den Umstellungsprojekten habe es vor allem am methodischen Rüstzeug für das Software-Testing gefehlt: "Ausschlaggebend ist, dass die Unternehmen jetzt die Testverfahren und -umgebungen haben."

Die häufig an erster Stelle genannte Y2K-Konsequenz, Standardsoftware einzuführen, versteht er nicht als Reaktion auf besonders großen Aufwand mit Individualsoftware. "Das war ohnehin ein allgemeiner Trend und wird sich fortsetzen. Das Datumsproblem war vielleicht der Grund, es jetzt - möglicherweise früher als geplant - zu machen. Die prinzipielle DV-strategische Entscheidung ist ohne diesen Kontext gefallen."

In der Definition einer IT-Strategie liege der langfristig wichtigste Aspekt der Jahr-2000-Umstellungen. "Man hat gesehen, wie abhängig man von den Systemen ist und wie wichtig es ist, eine konsequente IT-Strategie zu haben. Vor zwei Jahren war noch nicht so oft wie heute von einer IT-Strategie die Rede, die geschäftsgetrieben ist."