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22.08.1975 - 

Tuning-Erfahrungen bei der Vöest-Alpine, Linz

Den schwarzen Kasten durchleuchten

Von Dipl.-Ing. Otto Zich Exklusiv für CW

LINZ - Dem Hardware-Planer stellen sich folgende Fragen:

-Kann ein zusätzliches Arbeitsvolumen auf einer bestehenden Anlagenkonfiguration untergebrapt werden?

-Welche Anlagenteile (Hauptspeicher, Kanäle, CPU, Band, Platte etc.) sind die Engpässe und welche zusätzliche Kapazität kann durch gezielte Beseitigung dieser Engpässe erreicht werden ?

-Kann bei gegebenem Job-Profil Hardware abgebaut werden und welche?

-Sind die Ausbaumöglichkeiten derart, daß bestimmte Langzeitverträge (oder Kauf) eingegangen werden können?

Fehlende quantitative Unterlagen bei der Beantwortung dieser Fragen verursachen Unsicherheit und führen - speziell bei "General Purpose Hardware" zu den branchenbekannten Installationen von Überkapazität und zu der überspitzten Forderung nach Flexibilität in der Hardware-Konfigurierung (kurze Mietbindungen, Direktmiete beim Hersteller, Einsatz neuer Systeme).

Licht in die Black-Box

Der Einsatz von Hardware- und Softwaremonitoren in Verbindung mit Accounting-Informationen bringt Licht in die "Black-Box" - Computer, liefert sichere Entscheidungsgrundlagen für den Hardwareplaner und führt als Folge zu geringeren Hardwareausgaben für das Unternehmen, die im

einzelnen erreicht werden durch:

- ausgewogene, dem Bedarf angepaßte Systeme

- Abbau von gering ausgelasteten Devices

- gezielte Beseitigung von Engpässen

Folgende Tuning-Maßnahmen können aufgrund der Meßergebnisse unter anderem getroffen werden:

- Reduzierung des System-Overhead

- optimales Verhältnis von residenten und nicht residenten Modulen

- optimale Dataset-Aufteilung zur Channelbalance und Online- bzw. Seek-Time-Minimierung

- Programm-Optimierung (speziell bei virtuellen Speichern}

Hardwaremonitore werden von verschiedenen Firmen zum Verkauf angeboten, große Computerhersteller-Firmen führen auf Wunsch des Kunden Hardwaremessungen durch (ein Weg, der für Anfänger empfohlen wird).

Bei der Auswahl von Hardwaremonitoren sind nachstehende Kriterien entscheidend:

-Anzahl der gleichzeitig meßbaren Signale

-Anzahl Counters

-speichern von (Adreß)-Registern des Meßobjektes

-Bandaufzeichnung

-Auswertungs-Software

-User Group (Know-how)

-Preis-Leistungs-Verhältnis

Konstante Hardwarekosten

Vöest-Alpine AG führt systematische Hardwaremessungen bei Ihren Anlagen seit Anfang 1972 durch. Softwaremonitore (Eichung mit Hardwaremonitor empfehlenswert) werden seit 1974 eingesetzt.

Der dadurch erreichte bisherige "Einblick" in die installierten Computer-Systeme führte unter anderem dazu, daß seit etwa drei Jahren die Hardware-Kosten im Konzern annähernd konstant gehalten werden konnten, - bei gleichzeitiger Verdreifachung des Durchsatzes .

Als Beispiel sei die Auslastung einer unserer Anlagen herausgegriffen:

IBM 370/145 mit 768 K, OS/MFT und HASP, CPU total 85 Prozent, davon Overhead zirka 700 Stunden/Monat. nur 25 Prozent Anschaltzeit.

Direktor Dipl-Ing. Otto G. Zich ist EDV-Leiter der Vöest-Alpine AG Linz