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18.08.2000 - 

Zwei Gutachten kommen zu unterschiedlichen Ergebnissen

Den Vieltelefonierern droht durch Handy-Strahlung ein heißer Kopf

MÜNCHEN (CW) - Die Ohrhörer für Handys sind in Verruf geraten. Der Studie einer britischen Verbraucherorganisation zufolge erhöhen statt vermindern sie die Strahlenbelastung des Telefonierenden. Nun liegt ein Gegengutachten vor, das Verbraucher und Hersteller aufatmen lässt.

Die britische Consumer Association (CA) hat im April dieses Jahres für viel Wirbel gesorgt. Im Rahmen einer Studie versuchte sie zu belegen, dass die so genannten Headsets für Handys, die die Strahlenbelastung beim Telefonieren möglichst weit vom Kopf wegverlagern sollen, genau das Gegenteil erreichen. Durch das lange Kabel wirkten diese Ohrhörer wie Antennen, die den Elektrosmog bis auf das Dreifache seiner eigentlichen Intensität verstärkten.

Nun hat Sartest Ltd., ein auf die Messung von Funkfrequenzen spezialisiertes Unternehmen, ein anders lautendes Gutachten erarbeitet. Auftraggeber ist das britische Handels- und Industrieministerium. Kernaussage der Untersuchung ist, dass die Headsets die Strahlenbelastung erheblich reduzieren. Zudem überschreiten die vom Handy ausgehenden Strahlen nicht die nationalen und internationalen Grenzwerte. Die Verbraucherorganisation CA kritisierte die Messmethode. Sie sei darauf ausgelegt, die Strahlenbelastung durch Handys, nicht aber durch die Ohrhörer zu bewerten.

Die jetzt erschienene Studie wird jedoch durch frühere Erhebungen gestützt, die in Neuseeland und Australien ebenfalls zu einem entlastenden Ergebnis für das umstrittene Handy-Zubehör kamen. Ähnliches bestätigte die Messreihe einer unabhängigen Expertengruppe, die jedoch vor exzessivem Handy-Gebrauch warnte. Es gebe Anzeichen, dass selbst Strahlungen unterhalb der gültigen Grenzwerte die Gehirntätigkeit kurzfristig beeinflussen könnten. Dies sei insbesondere bei Kindern aufgrund der dünneren Schädeldecke der Fall.