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25.07.1975 - 

USA versus IBM:

Denkpause bis September

NEW YORK - "Sommerferien" zur Überprüfung der Argumente legte Richter David N. Edelstein ein: der Prozeß der US-Antitrust-Behörde gegen IBM in New York wurde bis zum 22. September vertagt.

In der Zwischenzeit müssen sich die Beteiligten um etwa 150 eidesstattliche Aussagen bemühen und auf die beiden weiteren Anklagepunkte (Wettbewerbsbeschrankungen bei Peripherie und Leasing) vorbereiten, die man bisher zurückgestellt hatte, um mit dem Prozeß überhaupt beginnen zu können. Unter den sieben bisher vernommenen Zeugen waren Sperry-Rand-President Robert E. McDonald und der frühere Chief Executive Officer von Scientific Data Systems (jetzt Xerox Data Systems), Max Palevsky. Sie erklärten beide, ihre Firmen seien der IBM im Bundling und bei den Ausbildungsvergünstigungen gefolgt, hätten die Produkte jedoch billiger als vergleichbare IBM-Maschinen angeboten. Univac habe sich außerdem Marktnischen gesucht, etwa bei der Luftfahrt und im Geschäft mit öffentlichen Auftraggebern. In den Jahren 1963 bis 71 hat IBM nach Ansicht von McDonald in den USA 60 bis 70 Prozent Marktanteil gehabt, nach Ansicht von Palevsky 70 bis 80 Prozent. Univac und Honeywell konnten - so McDonald - ihre Marktanteile von jeweils sechs bis sieben Prozent zwischen 1963 und 1971 auf acht bis zehn Prozent steigern, weil sie die ehemaligen RCA- und General-Electric-Kunden übernahmen.

Die Anti-Trust-Behörde hat noch 60 weitere Zeugen benannt, IBM jedoch 800. (cw)