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26.08.1977 - 

Dateldienste erweitert:

...denn bei der Post geht's doch so schnell

MÜNCHEN (ob) - Die Dateldienste der Deutschen Bundespost, gleichermaßen angenehme wie umstrittene Service-Angebote zur Übertragung von Daten, wurden per 1. August erweitert: Zwischen der Bundesrepublik (einschließlich West-Berlin) und den USA ist nun die Kommunikation mit den amerikanischen Netzen "Telenet" und, "Tymnet" möglich. Alle an diese US-Netze angeschlossenen Rechner und Datenbanken sind jetzt von Deutschland aus erreichbar. Bei Bedarf - so die Bundespost - sollen damit neue Teilnehmer- kreise "erschlossen" werden. Teilnehmer im Bereich der Deutschen Bundespost können eine zentral in Frankfurt installierte Überleit-Einrichtung mit Modem oder Akustikkoppler (Fernsprechnetz), sowie oder Datexnetz DX 200 (50 bis 200 bit/sek) anwählen . Andrang darf allerdings nicht herrschen: Einen gleichzeitigen Zugang der Teilnehmer zur Überleiteinrichtung kann die Bundespost voraussichtlich erst Ende des Jahres bei Einführung des Date, Dienstes DX 300 (300 bit/sek) realisieren.

Einen Überblick über die Dateldienste der Bundespost soll diese Tabelle als Zusammenfassung der Dateldienst-Druckschriften geben. Alle Merkblätter und Vorschriften gibt es kostenlos bei der Bundespost im "Ernstfall" direkt beim Fernmeldetechnischen Zentralamt in Darmstadt.

Einmaleins der Begriffe

Asynchron

Zwischen Sender und Empfänger muß der Gleichlauf mit Hilfe der Endeinrichtungen hergestellt werden, z. B. durch Benutzung des Start-Stop-Verfahrens.

Breitbandwege

Fernmeldewege mit einer Bandbreite, die größer als die Fernsprechbandbreite (300 bis 3400 Hz) ist.

Datexnetz

Öffentliches digitales Wählnetz für die Übertragung mit 50 bis 200 bit/s und mit 2400 bit/s, ab 1978 auch mit 300 bit/s. Weitere Geschwindigkeitsstufen werden folgen.

Direktrufnetz

Öffentliches Netz aus festen Verbindungen für die Übertragung digitaler Nachrichten. Zwei Hauptanschlüsse für Direktruf werden dauernd über eine Direkt-Datenverbindung zusammengeschaltet.

Fehlerwahrscheinlichkeit, Fehlerhäufigkeit

Aussage über die Qualität der Übertragung. Man unterscheidet zwischen Bit-, Zeichen-, Blockfehlerwahrscheinlichkeit: Anzahl der fehlerhaft übertragenen Einheiten zu der Gesamtzahl der betrachteten Einheiten; Schreibweise z. B. 5*0,000001 bedeutet: 5 fehlerhafte Einheiten auf eine Million (100000) Einheiten.

Fernschaltgerät

Datenübertragungsgerät für digitale Netze, mit dessen Hilfe auch der Verbindungsaufbau erfolgt.

Fernsprechwege

Fernmeldewege, die ein zur Übertragung von Sprache ausreichendes Frequenzband (normalerweise 300 bis 3400 Hz) besitzen.

Halbduplex

Wechselbetrieb bei einer Datenstation; indem wechselzeitig Sendebetrieb und Empfangsbetrieb stattfinden.

Vollduplex; Duplex

Gegenbetrieb, bei dem in einer Datenstation Sendebetrieb und Empfangsbetrieb gleichzeitig stattfindet.

Parallelübertragung

Die Bit, aus denen ein Zeichen gebildet ist, werden über Teilkanäle gleichzeitig übertragen.

Serienübertragung

Die Bit, aus denen Zeichen gebildet sind, wer den einem Kanal nacheinander angeboten.

Simplex

Übertragung von Daten in nur einer Richtung (Sendebetrieb in der einen, Empfangsbetrieb in der anderen Datenstation).

Synchron

Zwischen Sender und Empfänger besteht ständiger Gleichlauf, die Taktinformation wird im allgemeinen von der Datenübertragungseinrichtung geliefert.

Telexnetz

Öffentliches digitales Wählnetz für die Übertragung mit 50 bit/s. Läßt Fernschreibübertragungen im Internationalen Telegrafenalphabet Nr. 2 und bei Einhaltung bestimmter Prozeduren die Übertragung anders codierter Informationen zu (in 5-Bit-Codes).

Quelle: Merkblätter Dateldienste der Deutschen Bundespost.