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22.01.1999 - 

Gastkommentar

Der andere Umgang machts

Christian Stolorz CSC Ploenzke AG, Kiedrich

Erfahrungen zeigen: Haben sich Menschen erst einmal an freien Informations- und Kommunikationsverkehr gewöhnt, bewegen sie sich in den entsprechenden Medien eigenständig und entfalten ihr Können. Der Anteil der Wissensarbeiter im Unternehmen steigt. Doch bereiten sich die meisten Manager auf diesen Wandel nicht vor. Die Einführung neuer Software ist in ihren Augen ein rein technisches Projekt. Erst später erkennen sie, daß Informationstechnik zu einer neuen Unternehmenskultur führt, die vor allem eines fordert: eine andere Personalsteuerung.

Neben Fach- und methodischem Wissen brauchen Mitarbeiter kommunikative und soziale Kompetenz. Denn folgende Fragen müssen beantwortet werden: Wie können sich Teams selbst steuern? Wie entwickelt man Zusammenarbeit bei globalen Geschäftsprozessen? Was ist notwendig, um ein dynamisches Umfeld zu gestalten? Wie bildet man Netzwerke und stärkt die Lern- und Handlungsfähigkeit? In einer Wissensgesellschaft ist keine hierarchisch orientierte Personalverantwortung gefragt, sondern die Fähigkeit, Mitarbeiter für ein sich stets veränderndes Umfeld zu entwickeln. Wenn ernst genommen wird, daß Informationstechnik strategische Unternehmensziele unterstützen hilft, muß die Personalentwicklung expliziter Bestandteil von IT-Projekten werden.

Welche enorme Power von Personalkonzepten ausgehen kann, die sich an Eigenverantwortung und Teamarbeit orientieren, zeigt sich zum Beispiel beim Outsourcing. In den Medien wird die Leistungssteigerung häufig auf verbesserte Wartung und System- Performance zurückgeführt. Das ist nicht falsch. Doch der eigentliche Schlüssel zum Erfolg ist der andere Umgang der Menschen untereinander, der Geist von Innovation und Teamarbeit.