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01.10.1999 - 

Kommentar

Der Anfang vom Ende

Die Geschichte der IBM Hardware Networking Division (HND) der letzten Jahre liest sich wie eine Geschichte von Pleiten, Pech und Pannen. Mit 25-Mbit-ATM zum Desktop, dem viel zu späten Bekenntnis, den Token Ring weiterzuentwickeln, nicht eingehaltenen Produktversprechungen im Bereich ATM und Ethernet-Switches sowie dem Flop-Router "6611" sind nur einige der traurigen Episoden genannt. Ganz zu schweigen von den Visionen System Application Architecture und Systemview, die nichts außer viel Papier produzierten.

Viele dieser Fehlentwicklungen gehen auf das Konto von Ellen Hancock, die bis 1995 für Hardware und Software im Bereich Networking bei Big Blue verantwortlich zeichnete. Hancock soll es auch gewesen, die den Kauf der Startup-Company Cisco ablehnte - heute die Nummer eins im Networking.

Eines ist jedenfalls klar: Hätte IBM seinerzeit zugegriffen, wäre die Entwicklung im Routing sicher nicht verschlafen worden. Die SNA-Scheuklappen haben der Führungsriege in Armonk jedoch den Blick auf die Realität verstellt. Dieses Versäumnis muß nicht nur Hancock, sondern auch Louis Gerstner auf seine Kappe nehmen. Jetzt, wo es zu spät ist, zieht der IBM-CEO mit dem Verkauf der Patente an Cisco einen Schlußstrich unter das verkorkste Abenteuer Routing und Switching. Das ist der Anfang vom Ende. Das Kapitel Networking dürfte bei IBM bald ganz geschlossen werden. Mit SNA und Token Ring - beides Technologien auf den absteigenden Ast - wird Big Blue nicht mehr lange gute Geschäfte machen.