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06.08.1999 - 

DV-Geschichte(n) von 1974 bis 1999

Der AT-Erfolg führt zur IBM-Niederlage

In den drei Jahren nach Einführung des ersten Personal Computers hatte IBM nur eine Verbesserung gebracht: den PC mit einer Festplatte zum XT ausgebaut. Dann stellte "Big Blue" im August 1984 den PC-AT vor. Mit dem Intel-Prozessor 80286, in der gängigsten Variante mit 10 Megahertz getaktet, war das eine fünfmal stärkere Maschine als der Vorgänger: 1,5 Millionen Befehlszyklen pro Sekunde schnell. IBM stand nun auch als PC-Imperium da und sah sich besser gegen die Konkurrenz der PC-Nachbauer gewappnet denn je. Doch schon nach einem halben Jahr waren die ersten AT-Clones auf dem Markt.

Microsoft hatte zum AT die DOS-Version 3.0 freigegeben, allerdings schon Ende 1983 die Benutzeroberfläche Windows angekündigt. Doch dieses Gegenstück zum Monate vor dem AT vorgestellten Mac von Apple (siehe: Just 25 in CW 3/1999, S. 6) stieß bei IBM nicht auf Interesse. Als Windows Ende 1985 endlich erschien, war es lächerlich schlecht gemacht. Und der AT war viel zu schwach dafür.

Dieses Manko hätte die CPU 80386 beheben können, die Intel erstmals im August 1986 auslieferte. Doch IBM zögerte. Man nahm an, solche Rechner könnten das profitable Midrange-Geschäft im unteren Leistungssegment in Gefahr bringen. Aber nur einen Monat nach dem Prozessor waren die ersten 386er-Maschinen da, von Advanced Logic Research und von Compaq. Die Cloner hatten den Branchenführer überholt. IBM entwickelte hektisch eine neue, geschützte PC-Architektur: Im April 1987 erschien der erste blaue 386er unter dem Titel "Personal System /2", PS/2 - ein Flop.